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Ein Drittel aller weltweit produzierten Lebensmittel geht verloren oder wird verschwendet. Das geht aus einer Studie im Auftrag der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hervor. Die Untersuchung wurde bei dem Kongress Save Food in Düsseldorf vorgestellt.
[Bildunterschrift: Eine Studie prangert an: Was im Supermarkt in Form und Aussehen nicht der erwarteten Norm entspräche, würde häufig einfach weggeworfen. ]
Demnach verschwendet in Europa und Nordamerika jeder Mensch durchschnittlich bis zu 115 Kilogramm Lebensmittel im Jahr. In ärmeren Regionen wie Südostasien oder Afrika sind es nur bis zu elf Kilogramm.
Während die Rohstoffe in den Entwicklungsländern hauptsächlich beim Transport zwischen Ernte und Verkauf verloren gehen, sind in den wohlhabenden Regionen der Welt überwiegend die Händler und Konsumenten verantwortlich. Häufig führten dort "mangelnde Einkaufsplanung oder übertriebene Vorsicht bei Haltbarkeitsdaten zu großer Verschwendung", heißt es in der Studie. Viele Lebensmittel würden weggeworfen, weil sie in Form und Aussehen nicht der erwarteten Norm entsprächen.
Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner rief bei der Eröffnung des internationalen Fachkonresses zu mehr Wertschätzung im Umgang mit Lebensmitteln auf. "Wir leben in einer Überfluss- und Wegwerfgesellschaft", sagte Aigner. Es sei höchste Zeit für ein Umdenken. "Jeder kann einen Beitrag dazu leisten, die alltägliche Verschwendung zu stoppen." Rein rechnerisch reiche die Menge produzierter Lebensmittel, um alle Menschen auf dem Planeten zu ernähren, sagte die Ministerin.
Der Kongress Save Food ist ein Gemeinschaftsprojekt der FAO und der Messe Düsseldorf - und findet im Rahmen der Düsseldorfer Verpackungsmesse Interpack statt.
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