Lebenshaltungskosten in Deutschland Bei den meisten Nachbarn ist es teurer

Stand: 22.06.2015 16:59 Uhr

Das Leben in Deutschland ist im Vergleich zu den Nachbarländern preiswert. Nur Polen und Tschechen müssen noch weniger zahlen. Doch im EU-weiten Vergleich ist Deutschland kein Schnäppchen-Paradies.

Die Menschen in Deutschland bekommen für ihr Geld mehr als Verbraucher in den meisten Nachbarländern. Lediglich in Polen und Tschechien sind die Lebenshaltungskosten niedriger, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Lebensmittel in einem Einkaufswagen
galerie

Für die Studie wurde ein repräsentativer Warenkorb erstellt (Symbolbild)

Betrachtet man aber nicht nur die Nachbarländer, sondern die gesamte EU, ist Deutschland nicht mehr ganz so günstig: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag das Preisniveau hierzulande im vergangenen Jahr 1,5 Prozent über dem Durchschnitt der 28 Länder der Europäischen Union.

Schweiz am teuersten in Europa

Das billigste EU-Land ist Bulgarien. Dort müssen die Verbraucher für den Kauf eines repräsentativen Warenkorbs nicht einmal halb so viel bezahlen wie im EU-Schnitt.

Besonders teuer im EU-weiten Vergleich sind die skandinavischen Länder. Spitzenreiter ist Dänemark: Hier liegen die Lebenshaltungskosten 38 Prozent über dem EU-Durchschnitt. In Schweden sind sie um 25 Prozent höher und in Finnland um 23 Prozent.

Beim Blick auf die europäischen Länder außerhalb der EU fallen die sehr hohen Lebenshaltungskosten in der Schweiz auf. Die Menschen dort bezahlen mehr als anderhalbmal so viel wie im EU-Durchschnitt. Ähnlich sieht es in Norwegen aus.

Preisniveaus für private Konsumausgaben in Europa 2014
LänderAbstand zum EU-Durchschnitt in %
Schweiz54,1
Norwegen48,1
Dänemark38,0
Schweden24,7
Finnland23,2
UK21,6
Luxemburg20,1
Niederlande10,7
Belgien 9,2
Frankreich7,8
Österreich6,8
Italien1,9
Deutschland1,5
Euroraum1,4
EU-280
Spanien-7,3
Griechenland-13,8
Portugal-18,9
Tschechien-35,8
Türkei-39,1
Polen-44,2
Albanien-49,9
Bulgarien-51,6
Mazedonien-53,3
Quelle: Eurostat

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 22. Juni 2015 um 11:30 Uhr.

Darstellung: