Finanzaffäre in Frankreich Ermittungsverfahren gegen Lagarde

Stand: 27.08.2014 11:46 Uhr

IWF-Chefin Christine Lagarde | Bildquelle: AFP
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IWF-Chefin Christine Lagarde

Wegen des Verdachts, in eine Finanzaffäre in Frankreich verwickelt zu sein, ist gegen die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, ein formelles Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Der Vorwurf im Zusammenhang mit der sogenannten Tapie-Affäre laute auf "Nachlässigkeit", erklärte Lagarde gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Sie kündigte an, gegen das Ermittlungsverfahren der französischen Justiz Widerspruch einzulegen.

Die Französin schloss einen Rücktritt von der IWF-Spitze aus. "Ich kehre diesen Nachmittag zum Arbeiten nach Washington zurück."

Umstrittene Schadenersatzzahlung

In der Affäre geht es um eine umstrittene Zahlung an den französischen Unternehmer Bernard Tapie. Ein Schiedsspruch hatte Tapie 2008 nach dem Verkauf des Sportartikelherstellers Adidas staatlichen Schadenersatz in Höhe von rund 400 Millionen Euro zugesprochen.

Das Finanzministerium, das damals von Lagarde als Ministerin geleitet wurde, hatte zuvor ein privates Schiedsgericht angerufen, um einen langjährigen Justizstreit mit Tapie zu beenden. Diese Entscheidung wird von den Ermittlern ebenso unter die Lupe genommen wie Lagardes Beschluss, den Schiedsspruch nicht anzufechten. Es besteht der Verdacht, dass Tapie eine Vorzugsbehandlung erhielt, weil er im Präsidentschaftswahlkampf 2007 den späteren konservativen Staatschef Nicolas Sarkozy unterstützt hatte.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 27. August 2014 um 12:00 Uhr.

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