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10.02.2012

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Wirtschaft
Kinderstudie: Weniger Geld und öfter am Computer
Kinder-Studie: Weniger Geld und öfter am Computer
Kids-Verbraucheranalyse vorgestellt

Weniger Taschengeld und öfter am Computer

Deutschlands Kinder verfügen wegen der Wirtschaftskrise in diesem Jahr über weniger Geld als noch 2008. Die rund 5,7 Millionen Kinder im Alter zwischen sechs und 13 Jahren erhalten durchschnittlich 262 Euro Taschengeld, 17 Euro weniger als noch 2008, wie es in der Kids-Verbraucher-Analyse 2009 heißt. Zudem fallen die Geldgeschenke zum Geburtstag oder zu Weihnachten geringer aus.

Infografik: Lieblingseinkäufe mit Taschengeld [Bildunterschrift: Infografik: Lieblingseinkäufe mit Taschengeld ]

Insgesamt verfügen die Sechs- bis 13-Jährigen in diesem Jahr hochgerechnet aber immer noch über ein beachtliches Vermögen von insgesamt rund sechs Milliarden Euro. Rund 3,6 Milliarden Euro davon schlummern der Analyse zufolge auf Sparkonten, das sind durchschnittlich 626 Euro pro Kind. Hochgerechnet fast 2,5 Milliarden Euro kommen durch Geldgeschenke und Taschengeld zusammen. Das Taschengeld wird vor allem für kleinere Posten wie Süßigkeiten, Zeitschriften und Eis ausgegeben. Angesichts der angespannten Haushaltskassen vieler Familien schrauben die Eltern in diesem Jahr die Ausgaben für Bekleidung (minus zehn Prozent) und Spielzeug (minus sieben Prozent) zurück.

Interview:

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Angesichts der aktuellen Zahlen sei zudem damit zu rechnen, dass sich die Taschengeld-Kluft zwischen Haushalten mit niedrigem und höherem Einkommen vergrößere. Grundsätzlich werde bei den Kindern aber zuletzt gespart. So geben Eltern wieder mehr Geld für Markenprodukte aus und huldigen weniger der "Geiz ist geil"-Mentalität, wie Projektleiter Ralf Bauer sagte.

Nur wenige unter zehn Jahren haben ein Handy

Bei größeren Anschaffungen haben die Eltern ohnehin mitzureden. So bleibt vor allem bei den unter Zehnjährigen der Wunsch nach einem eigenen Mobiltelefon oftmals unerfüllt. Nur 16 Prozent in dieser Altersgruppe haben bereits ein Handy, bei den Zehn- bis 13-Jährigen sind dies hingegen 69 Prozent. Mit Computerspielen sind die Kinder recht gut ausgerüstet. Drei von zehn Kindern besitzen sowohl ein Handspielgerät als auch eine Konsole. Insgesamt sitzen der Analyse zufolge zwei von drei Kindern, das sind 3,7 Millionen, in ihrer Freizeit vor dem Computer, um zu arbeiten oder zu spielen.

Auf eine gute Grundversorgung können die meisten Kinder auch im Bereich neue Medien zurückgreifen. Zwei von drei Jungen und Mädchen haben daheim Zugriff auf einen Computer, bei den 10- bis 13-Jährigen sind es der Studie zufolge 87 Prozent. 84 Prozent der Kinder dieser Altersklasse sind online, ein Zuwachs von neun Prozentpunkten.

Infografik: Kinder mit Handy [Bildunterschrift: Infografik: Kinder mit Handy ]

Trotz der technischen Aufrüstung in den Kinderzimmern steht auch klassisches Spielzeug nach wie vor hoch im Kurs. 84 Prozent der Sechs- bis Neunjährigen und 77-Prozent der Zehn- bis 13-Jährigen nutzen Brett- und Kartenspiele, jeweils 76 beziehungsweise 61 Prozent puzzeln. Auch in Büchern und Zeitschriften wird nach wie vor gern geschmökert: Zwei von drei Kindern sehen sich regelmäßig Kinderzeitschriften an und 82 Prozent greifen zu Büchern. Das sind erneut mehr als im Vorjahr.

Kids-Verbraucheranalyse:

Die Kids-Verbraucheranalyse (KVA) wird seit 16 Jahren im Auftrag des Kinderzeitschriften- und Comic-Verlages Ehapa erstellt. Im Fokus der jährlichen Erhebung stehen die Sechs- bis 13-Jährigen - derzeit rund 5,7 Millionen Kinder in Deutschland. Abgefragt werden darin vor allem Informationen zum Medien- und Konsumverhalten. Neben Handys, Spielwaren und Marken-Klamotten hat die KVA aber auch das Verhältnis der Eltern zu ihren Kindern im Blick. Was diese dürfen oder nicht, wird repräsentativ unter rund 1600 befragten Kindern sowie je einem Erziehungsberechtigten ermittelt.
 
Stand: 11.08.2009 15:26 Uhr
 

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