Internationaler Schlag gegen Kreditkartenbetrüger im Netz

FBI nimmt Verdächtige in mehreren Ländern fest

Schlag gegen Kreditkartenbetrüger im Netz

Kreditkarten in einem Portemonnaie. (Bildquelle: picture-alliance/ dpa)
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Festnahmen wegen Online-Betrugs mit gestohlenen Kreditkartendaten

Bei einer von der US-Justiz geleiteten Aktion gegen Online-Betrug mit gestohlenen Kreditkartendaten sind mindestens 24 Menschen in mehreren Ländern festgenommen worden. Wie die US-Bundespolizei FBI mitteilte, richtete sich der Einsatz gegen "hochgradig organisierte Cyber-Kriminelle", die mit gestohlenen Identitäten und Kreditkartendaten gehandelt hätten.

Elf Verdächtige seien den Fahndern in den USA ins Netz gegangen. Außerdem gab es den Angaben zufolge Festnahmen in Großbritannien, Deutschland, Bosnien, Bulgarien und Norwegen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft in New York verhinderten die Ermittler mit der Aktion mögliche Schäden in Höhe von mehr als 205 Millionen Dollar (164 Millionen Euro). Mehr als 411.000 Kreditkarten seien betroffen.

13 Länder waren beteiligt

"Da die Gefahr der Cyber-Kriminalität internationaler wird, muss auch die Antwort zunehmend global und kraftvoll sein", sagte Staatsanwalt Preet Bharara. Insgesamt waren die Behörden von 13 Ländern an den Ermittlungen beteiligt. Die Operation mit mehr als 30 Durchsuchungen sei das Ergebnis einer zweijährigen Ermittlung unter Führung des FBI gewesen. Die in den USA Festgenommenen seien im Schnitt gerade einmal Anfang 20 Jahre alt.

Welle von Cyber-Angriffen

Einer Studie der IT-Sicherheitsfirmen Guardian Analytics und McAfee zufolge haben Cyber-Kriminelle eine Welle von Angriffen auf Bankkonten insbesondere in Europa und den USA gestartet. Dabei seien mindestens 80 Millionen Dollar gestohlen worden. Insgesamt hätten die Betrüger es mit ihren ausgeklügelten technischen Methoden auf Einlagen in Höhe von 2,5 Milliarden Dollar bei mindestens 60 Banken weltweit abgesehen gehabt.

Stand: 27.06.2012 02:22 Uhr

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