Ein Kaufhaus mit vielen Kunden. (Bildquelle: dpa)

Monatliche GfK-Umfrage Leichter Dämpfer fürs Konsumklima

Stand: 28.08.2013 09:49 Uhr

Die Stimmung der deutschen Verbraucher trübt sich erstmals seit Februar etwas ein. Nach Angaben der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ist im September im Vergleich zum August mit einem Rückgang des Konsumbarometers um 0,1 auf 6,9 Punkte zu rechnen.

Die Konsumforscher sehen darin allerdings noch keine Trendwende oder "den Beginn einer Talfahrt". Angesichts der stabilen Arbeitsmarktlage und der insgesamt guten Einkommensentwicklung seien die Chancen "überaus groß", dass sich das Konsumklima wieder stabilisieren könne, erklärten sie. Voraussetzung sei, dass die Verbraucher nicht weiter durch die internationale Schuldenkrise verunsichert würden und dass der Preisauftrieb hierzulande sich nicht verstärke.

Konsumklima zum ersten Mal seit Januar getrübt
tagesschau24 15:30 Uhr, 28.08.2013, Benjamin Eyssel, tagesschau24

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Mehr Skepsis als im August

Insgesamt zeige sich die Stimmung bei den Verbraucher derzeit uneinheitlich. So beurteilten viele private Haushalte inzwischen sowohl die konjunkturelle Entwicklung als auch ihre künftige finanzielle Lage etwas skeptischer als noch im Vormonat.

Die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen sei dagegen so hoch wie zuletzt am Jahresende 2006. Wegen sehr niedriger Zinsen und der zuletzt leicht gestiegenen Inflation sei es für die Konsumenten noch attraktiver geworden, ihr Geld in Großeinkäufe zu stecken, sagte GfK-Experte Rolf Bürkl.

Die Nürnberger Forscher halten an ihrer Prognose fest, dass die Verbraucher dieses Jahr ihre Ausgaben um rund ein Prozent steigern und damit wesentliche Impulse für die Konjunktur liefern werden.

Die GfK-Konsumklimastudie

Die Studie gilt als wichtiger Konjunkturindikator. In ihr ermittelt die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) jeden Monat die aktuelle Verbraucherstimmung in Deutschland. Dafür werden rund 2000 Interviews geführt. Die Konsumforscher fragen nach Einschätzungen zur allgemeinen und persönlichen wirtschaftliche Lage und zu größeren Anschaffungen. Aus den Antworten werden drei Einzelindikatoren der Konjunkturerwartung, der Einkommenserwartung und der Konsumneigung ermittelt; aus ihnen wiederum errechnet sich der Gesamtindikator für das Konsumklima, in den zusätzlich noch Angaben über die aktuelle Sparneigung der Bürger einfließen. Die Studie wird seit 1980 erhoben.

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