Arbeiter prüft Exzenterräder für Pressen | Bildquelle: dpa

Konjunkturprognose 0,1 Prozentpunkte mehr Zuversicht

Stand: 20.03.2017 11:38 Uhr

Die Wirtschaftsweisen haben ihre Konjunkturprognose für 2017 leicht angehoben. Statt wie bisher von 1,3 Prozent gehen die Experten nun von 1,4 Prozent Wachstum aus. Das Gremium empfahl der Bundesregierung jedoch, mehr Geld in Deutschland zu investieren.

"Die deutsche Wirtschaft befindet sich im Frühjahr 2017 im Aufschwung." Zu diesem Urteil kommen die Wirtschaftsweisen und haben deshalb ihre Konjunkturprognose leicht angehoben. Statt der im November-Gutachten erwarteten 1,3 Prozent rechnen die Top-Wirtschaftsberater der Bundesregierung nun mit einem Plus von 1,4 Prozent für 2017.

Im kommenden Jahr soll das Bruttoinlandsprodukt um 1,6 Prozent steigen. 2016 war die deutsche Wirtschaft um 1,9 Prozent gewachsen, allerdings gab es auch mehr Arbeitstage als 2017. Bereinigt um diesen Effekt sagen die Experten ein Plus von 1,7 Prozent für dieses Jahr voraus.

Forderung nach Investitionen in Deutschland

Getragen wird der Aufschwung unter anderem von der weiterhin guten Lage am Arbeitsmarkt und der erwarteten Beschleunigung der Weltwirtschaft, von der die exportorientierte deutsche Industrie profitieren dürfte. Sorgen bereiten den Experten allerdings die von US-Präsident Donald Trump geforderten protektionistischen Maßnahmen. "Sie bilden eine Gefahr für das globale Handelssystem und ein Risiko für die Weltwirtschaft", mahnten die Wirtschaftsweisen.

Wirtschaftsweiser Christoph M. Schmidt
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Der Wirtschaftsweise Christoph Schmidt hält den Außenhandelsüberschuss für "nicht stichhaltig".

Den von den USA kritisierten Außenhandelüberschuss sehen die Experten gelassen. Der Überschuss sei zwar hoch, doch signalisiere er kein gesamtwirtschaftliches "Ungleichgewicht", sagt der Vorsitzende des Expertengremiums, Christoph Schmidt. Zugleich forderte er die Bundesregierung auf, Investitionen in Deutschland zu fördern und so dazu beizutragen, dass sich der Differenzbetrag zurückbildet.

Wirtschaftsweise heben Prognose und streiten sich
V. Rennert, HR
20.03.2017 15:37 Uhr

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Über dieses Thema berichtete NDR Info am 20. März 2017 um 11:45 Uhr

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