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Im Streit um zusätzliche Maßnahmen für die schwächelnde Konjunkur lädt Bundeskanzlerin Angela Merkel Minister und Vertreter der Finanzwirtschaft für kommenden Sonntag zu einem Spitzentreffen ins Kanzleramt.
[Bildunterschrift: Merkel will mit Experten und Ministern beraten. ]
An dem Treffen sollen nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier, Wirtschaftsminister Michael Glos, Finanzminister Peer Steinbrück und Arbeitsminister Olaf Scholz teilnehmen. Zudem sind Vertreter der privaten Banken, Landesbanken und Sparkassen sowie ausgewählte Wirtschaftswissenschaftler eingeladen.
Konkrete neue Maßnahmen sollen bei dem Treffen aber offenbar noch nicht verabredet werden. Es gehe darum, "in einer gemeinsamen Analyse größtmögliche Klarheit über die wirtschaftliche Entwicklung 2009" zu bekommen, sagte Merkel der Zeitung. Zugleich mahnte sie ihre Minister zur Disziplin: Sie halte nichts davon, jeden Tag über neue Konjunkturprogramme zu spekulieren.

[Bildunterschrift: Glos will Normalverdiener entlasten ]
Am 5. Januar wollen die Koalitionsspitzen zu Beratungen über weitere Maßnahmen zusammenkommen. Finanzminister Peer Steinbrück dämpfte jedoch bereits jetzt die Hoffnung auf konkrete Ergebnisse: "Der Deal gilt: Es wird nichts beschlossen", sagte der SPD-Politiker. Zugleich wies er Forderungen von Wirtschfaftsminister Michael Glos nach Steuersenkungen zurück. Er sei gegen Steuersenkungen auf Pump, sagte Steinbrück. Der Union warf er vor, die jetzige Rezession als Flugzeugträger für lang gehegte Steuersenkungspläne zu nutzen.
Der CSU-Politiker Glos hatte vorgeschlagen, bis zum Sommer die sogenannte "kalte Progression" in der Einkommenssteuer zu beseitigen. Eine Steuersenkung für Normalverdiener wäre das richtige Signal, so der Minister.
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