Zur Haupt-Navigation der ARD.
Zum Inhalt.
Der deutschen Wirtschaft stehen nach Einschätzung des Münchner ifo-Instituts zwei harte Jahre bevor. Im kommenden Jahr werde die Wirtschaftsleistung um 2,2 Prozent zurückgehen, teilte das Institut für Wirtschaftsforschung (ifo) mit. 2010 werde sich die Wirtschaft zwar wieder stabilisieren, wenn die Finanzkrise allmählich abebbe und die Weltwirtschaft sich bessere. Dennoch werde das Bruttoinlandsprodukt um 0,2 Prozent schrumpfen.
Die weltweite Konjunkturkrise werde vor allem die Ausfuhren einbrechen lassen. Exportweltmeister Deutschland werde hier mit einem Minus von fast sechs Prozent zu kämpfen haben. In der Folge - und wegen immer schwieriger werdenden Finanzierungsbedingungen - dürften die Unternehmen ihre Investitionen um zehn Prozent drosseln.
Für das laufende Quartal sagt das Institut einen regelrechten Absturz voraus: Er erwarte ein Minus in Höhe von 3,5 Prozent, erklärte ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. Auch auf dem Arbeitsmarkt werde sich die Situation deutlich verschlechtern.
Sie benötigen den Flash-Player um dieses Video zu sehen.
Im nächsten Jahr steige die Arbeitslosigkeit um rund eine halbe Million und 2010 werde im Jahresdurchschnitt fast wieder die Marke von vier Millionen Arbeitslosen erreicht. Bei der Staatsverschuldung sei 2009 und 2010 ein Rückschlag abzusehen. In zwei Jahren werde wahrscheinlich wieder die Defizitgrenze des Maastricht-Vertrages von 3,0 Prozent erreicht.
Zuvor hatte das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) einen deutlichen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes in Deutschland um zwei Prozent für das Jahr 2009 vorhergesagt. Die Finanzmarktkrise wirke sich weitaus stärker auf die Weltwirtschaft aus als zuvor absehbar, erklärte das Essener Institut. Damit droht der Bundesrepublik die schlimmste Rezession seit ihrem Bestehen. Im September hatte das RWI noch ein Wachstum von 0,7 Prozent erwartet. Auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin sieht Deutschland immer tiefer in den Abschwung rutschen. Im vierten Quartal sei mit einem Schrumpfen der Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent zu rechnen, teilte das DIW mit. Die Prognose für das globale Wirtschaftswachstum fällt ebenfalls düster aus. Die Weltbank senkte ihre Prognose für das kommende Jahr erneut.
Die Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, Radio Bremen, RBB, SR, SWR, WDR,
Weitere Einrichtungen und Kooperationen: ARD Digital, ARTE, PHOENIX, 3sat, KI.KA, DLF/ DKultur, DW