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[Bildunterschrift: Erneut bleiben viele Kitas geschlossen. ]
Mit mehr als 15.000 Beteiligten haben die Gewerkschaften ver.di und GEW ihre Streiks an Kindertagesstätten ausgeweitet. Schwerpunkte der Aktionen waren Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Die Proteste sollen in den kommenden Tagen weitergehen und auch auf andere Bundesländer ausgedehnt werden.
In vielen Städten wie Stuttgart, München, Nürnberg, Düsseldorf, Köln, Frankfurt am Main und Hannover blieb ein Großteil der kommunalen Kindertagesstätten geschlossen. Zahlreiche Eltern mussten sich nach anderen Betreuern für ihren Nachwuchs umsehen oder daheimbleiben. Etliche Kommunen boten Noteinrichtungen an. Betroffen waren auch Jugendhilfeeinrichtungen und Sozialdienststellen.
Die Arbeitgeber bekräftigten noch einmal ihre Kritik. Manfred Hoffmann, Verhandlungsführer der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände in der laufenden Lohn-Tarifrunde, nannte den Arbeitskampf im gemeinsamen "Morgenmagazin" von ARD und ZDF "völlig unverhältnismäßig". Die Arbeitgeber würden sich aber bis zum nächsten Verhandlungstermin am 27. Mai mit den Forderungen der Erzieher auseinandersetzen. "Wir bedauern, dass es zu dieser Situation gekommen ist", sagte Hoffmann.
[Bildunterschrift: Am vergangenen Freitag hatten bundesweit bereits Tausende Erzieher und Erzieherinnen für bessere Arbeitsbedingungen demonstriert. ]Bereits Ende vergangener Woche hatten bundesweit rund 11.000 Erzieherinnen die Arbeit niedergelegt. In einer Urabstimmung von ver.di und der GEW hatten sich zuvor 89,9 Prozent der Mitglieder für den Streik ausgesprochen. Beide Gewerkschaften wollen einen tarifvertraglich geregelten Gesundheitsschutz für 220.000 Erzieher und Sozialarbeiter bei den Kommunen durchsetzen.
Die körperlichen und psychischen Belastungen der Erzieher hätten sich in den vergangenen Jahren gehäuft. Hinzu komme, dass die Einkommen in vielen Fällen gerade für Neueingestellte sehr schlecht seien. Ver.di und GEW hatten die Verhandlungen über den neuen Gesundheitstarifvertrag Ende April für gescheitert erklärt.
Die Arbeitgeber werfen den Arbeitnehmervertretern vor, es gehe ihnen gar nicht um Gesundheitsschutz, sondern um bessere Bezahlung.
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