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[Bildunterschrift: Wies die Vorwürfe entschieden zurück - Deutsche-Bank-Chef Ackermann ]
Die Deutsche Bank hat sich entschieden gegen Vorwürfe zur Wehr gesetzt, den Zusammenbruch von Leo Kirchs Medienkonzern 2002 gezielt gefördert zu haben. Kirch wirft der Bank und ihrem Ex-Chef Rolf Breuer unter anderem vor, die Pleite des weit verzweigten Unternehmens verschuldet zu haben, um ein Beratungsmandat von Kirch zu bekommen und am Umbau und Verkauf des Unternehmens zu verdienen.
Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann stützte vor dem Oberlandesgericht München die Linie des Geldhauses im Rechtsstreit mit dem untergegangenen Medienzar. Er bezeichnete die Rolle der Bank vor der Insolvenz des Medienkonzerns im April 2002 als abwartend.
Es habe bei der Vorstandssitzung Ende Januar 2002, um die es vor Gericht ging, keinen Beschluss gegeben, auf Kirch zuzugehen. Ackermann sagte, er sei nach der Sitzung auch nicht aktiv geworden. "Das ist für mich der beste Beweis dafür, dass es insoweit keinen Beschluss gab." Das Gericht sieht im Protokoll zu der Sitzung einen Widerspruch zu Aussagen Ackermanns auf der Hauptversammlung von Deutschlands größtem Geldhaus im Mai 2007. Dort hatte es geheißen, die Deutsche Bank habe damals den Beschluss gefasst, an Kirch heranzutreten und vorzufühlen, ob er sich eine Beratung vorstellen könne.
[Bildunterschrift: Gegenspieler: Der ehemalige Medienzar Leo Kirch und der frühere Vortstandschef der Deutschen Bank, Rolf Breuer ]
Ackermann räumte ein, nicht alle Antworten auf der Hauptversammlung hätten den erforderlichen Detailgrad gehabt. Die Bank werde regelmäßig mit Hunderten Fragen konfrontiert und habe sich dafür bei der Hauptversammlung rund zehn Stunden Zeit genommen. Bei den Details um die besagte Vorstandssitzung geht es letztlich um die Glaubwürdigkeit der Argumente der Deutschen Bank.
Auch Aufsichtsratschef Clemens Börsig, Personalvorstand Herrmann-Josef Lamberti und dessen Vorgänger Tessen von Heydebreck sagten aus, die Bank habe sich nur für den Fall an Kirch wenden wollen, dass Dritte mit Interessen an seinem Medienkonzern künftig an die Bank herangetreten wären.
Kirch wirft der Bank und vor allem Ex-Chef Breuer vor, ihn mit Aussagen in einem TV-Interview, das wenige Tage nach der Vorstandssitzung stattfand, in die Pleite getrieben zu haben. Seit fast zehn Jahren überzieht er das Institut mit Prozessen und fordert Schadensersatz in Milliardenhöhe. Die Bank bestreitet, dass Kirch durch die Interview-Aussagen ein Schaden entstanden ist.
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