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[Bildunterschrift: Neuer Mehrheitseigentümer der Mittelstandsbank IKB wird der US-Investor Lone Star. ]
Die US-Beteiligungsgesellschaft Lone Star übernimmt die angeschlagene Mittelstandsbank IKB. Der Präsidialausschuss des bisherigen Mehrheitseigners, der staatseigenen Bankengruppe KfW, habe dies dem Verwaltungsrat empfohlen, teilte die KfW mit. Lone Star setzte sich damit gegen den Finanzinvestor RHJ International durch. Die staatliche Förderbank KfW verhandelte seit Monaten mit Interessenten über einen Verkauf ihres Anteils. Die IKB-Aktie legte zeitweilig um bis zu 20 Prozent zu.
Lone Star kündigt an, das Düsseldorfer Institut "als Mittelstandsbank zu stärken und konsequent auszubauen". Der Name IKB bleibe erhalten und solle "wieder erste Adresse bei Finanzdienstleistungen für mittelständische Unternehmen" werden, sagte der Deutschlandchef von Lone Star, Karsten von Köller. Die Gesellschaft werde weiteres Eigenkapital in die IKB stecken und Risiken "umfassend" übernehmen. Personalabbau bei der IKB sei nicht "primäres Ziel". Lone Star hatte bereits 2005/2006 die angeschlagene Ex-Gewerkschaftsbank AHBR übernommen, die heute den Namen Corealcredit trägt und als saniert gilt.
Die KfW habe für die IKB einen Kaufpreis "im niedrigen dreistelligen Millionenbereich" erzielt, sagte KfW-Chef Wolfgang Kroh. Details nannte er allerdings nicht. Die ursprünglichen Erwartungen an die Höhe des Preises seien aber nicht erfüllt worden. Der Bund hatte zuletzt mit einem Erlös von 800 Millionen Euro gerechnet. Kroh räumte ein, die KfW werde mit Abschluss der Transaktion weitere Belastungen zu tragen haben, die aber nicht mehr in Milliardenhöhe lägen.
Die staatseigene Förderbank hält derzeit einen Anteil von 45,5 Prozent an der IKB. Das Düsseldorfer Geldinstitut hatte sich massiv am US-Hypothekenmarkt verspekuliert und konnte seit Juli 2007 nur mit mehreren milliardenschweren Rettungspaketen von KfW, Bund und Banken vor der Pleite bewahrt werden.
[Bildunterschrift: Die KfW-Bankengruppe verkauft alle seine IKB-Anteile an Lone Star. ]
Nach Angaben der FDP mussten KfW, Bund und Bankenwirtschaft bislang 9,8 Milliarden Euro Risiken abdecken, um die IKB zu retten. Wirtschaftsminister Glos erklärte auf die Frage, ob der Bund im Zuge des Verkaufs zusätzliche Risiken übernehmen müsse: "Im Grunde ist alles im Rahmen der Planzahlen und in trockenen Tüchern." Die Regierung hatte sich bereits vor Wochen bereiterklärt, mögliche Risiken bei der KfW durch die Übernahme des Wertpapierportfolios der IKB mit bis zu einer Milliarde Euro abzusichern. Die Entscheidung im Ausschuss sei nach Lage der Dinge gut gelaufen, sagte Glos, der das Gremium als Verwaltungsratschef führt.
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