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30.05.2012

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Medien: Auch Ex-KarstadtQuelle-Chef will Kaufhof übernehmen
Dritter Interessent gibt Angebot für Warenhäuser ab

Auch Ex-KarstadtQuelle-Chef will Kaufhof übernehmen

Wolfgang Urban spricht auf einer Pressekonferenz (Archivbild von 2003). (Foto: dapd) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Laut "BamS" hat auch Wolfgang Urban ein Angebot für Kaufhof abgegeben. ]
Im Rennen um den Kauf der Warenhaus-Kette Kaufhof hat offenbar ein dritter Bieter ein Angebot abgegeben. Ein Konsortium um Ex-KarstadtQuelle-Chef Wolfgang Urban wolle die 109 Waren- und 15 Sporthäuser erwerben, schreibt die "Bild am Sonntag". Ein Metro-Sprecher habe das Angebot "eines deutschen Konsortiums" um Herrn Urban bestätigt. Urban sagte der Zeitung: "Das Angebot stammt von einem Konsortium großer deutscher Unternehmerfamilien. Wir wollen 51 Prozent von Kaufhof übernehmen, bei Bedarf auch 100 Prozent." Laut Urban könne die Metro AG in der ersten Variante mit 49 Prozent Minderheitsgesellschafter bei Kaufhof bleiben.

Zuvor hatten bereits Karstadt-Investor Nicolas Berggruen und der österreichische Immobilienunternehmer René Benko mit der österreichischen Signa-Gruppe Angebote abgegeben. Hinter Signa steht dem "Handelsblatt" zufolge der griechische Milliardär und Reeder George Economou. Einem Metro-Sprecher zufolge zeigte zudem auch die spanische Kaufhaus-Gruppe Corte Inglés "Interesse" an Kaufhof.

Cordes geht nicht von schnellem Verkauf aus

Nach Einschätzung des scheidenden Metro-Chefs Eckhard Cordes wird Kaufhof voraussichtlich nicht mehr 2011 den Besitzer wechseln. "Wir sind dabei, die Angebote zu prüfen. Wir sitzen aber noch nicht am Verhandlungstisch", sagte Cordes in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Mit Interessenten für den Kaufhof gebe es viele Detailfragen zu klären, beispielsweise die Eigentumsverhältnisse bei den einzelnen Häusern. So müsse die Metro AG als Verkäuferin sicher sein, dass Erwerber den Kaufpreis in Milliardenhöhe stemmen werden, und dies auch schriftlich bestätigt erhalten. "Wir müssen uns überzeugen können, dass die Partner wirklich finanzieren können."

Kommt nun doch die Karstadt-Kaufhof-Fusion?

Eine Galeria-Kaufhof-Filiale in Essen (Archiv) (Foto: dapd) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Eine Galeria-Kaufhof-Filiale in Essen (Archiv) ]
Die Zukunft der Warenhaustochter ist schon seit Jahren ein Thema. Cordes hatte unter anderem vergeblich versucht, seine Kaufhäuser mit der damaligen Arcandor-Tochter Karstadt zu verschmelzen. Entsprechende Gespräche gab es bereits 2008 und im Umfeld der Insolvenz des Arcandor-Konzerns. Nun greift offenbar Karstadt-Investor Berggruen diese Idee wieder auf.

Die knapp 140 Kaufhof-Filialen erzielten im vergangenen Jahr gut 3,5 Milliarden Euro Umsatz. Sie erwirtschafteten dabei zwar einen Gewinn - vielen gilt das Kaufhausgeschäft aber als nicht zukunftsfähig. Zudem ist das Kaufhof-Geschäft innerhalb der Metro-Gruppe von geringer Bedeutung; der gesamte Konzern erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz in Höhe von 67,3 Milliarden Euro.

Stand: 13.11.2011 10:47 Uhr
 

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