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[Bildunterschrift: Stolz zeigt dieser Bauer eine Kartoffel der Sorte "Linda". ]
"Linda" ist gerettet: Der jahrelange Kampf einer Gruppe von Landwirten und Genießern für den Erhalt der beliebten Kartoffelsorte war erfolgreich. Das Bundessortenamt habe grünes Licht für die weitere Zucht der Kartoffel gegeben, teilte Landwirt Karsten Ellenberg in Barum bei Lüneburg mit.
Der Lüneburger Züchtungskonzern Europlant hatte die Kartoffel Ende 2004 nach 30 Jahren von der Saatgutliste streichen lassen, um "Linda" vom Markt zu nehmen, weil er sie für krankheitsanfällig hielt. Seitdem kämpfte der Freundeskreis "Rettet Linda"um die Neuzulassung. Diese wurde Ellenberg nun erteilt.
Nachdem der Züchtungsbetrieb die Zulassung der Sorte zurückgenommen hatte, gab es unter Kartoffelbauern und "Linda"- Liebhabern einen Sturm der Entrüstung. "Linda"-Anbauer schafften es trotz des laufenden Verfahrens, die Kartoffel in kleinen Mengen auf dem Markt zu halten. Die "Linda"-Unterstützer vertraten den Standpunkt, dass der Verbraucher selbst entscheiden soll, welche Kartoffel er essen möchte. Sie warfen Europlant vor, "Linda" nur vom Markt zu nehmen, um den Absatz neuerer Sorten zu erhöhen und so mehr Lizenzgewinne zu machen.
Mit der Neuzulassung darf die festkochende Kartoffel mit der tiefgelben Farbe jetzt als sogenannte freie Sorte von jedem interessierten Betrieb lizenzfrei vermehrt und vertrieben werden.
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