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Mehrere Investoren haben ein Auge auf die Metro-Warenhaustochter Kaufhof geworfen. Der Düsseldorfer Handelskonzern Metro führt nach eigenen Angaben "Sondierungsgespräche" mit der österreichischen Signa, die an einer Übernahme der Warenhauskette Kaufhof interessiert sei. Der Konzern bestätigte damit Berichte der Nachrichtenagentur Reuters und des "Handelsblatts". Eine formelle Prüfung der Kaufhof-Bücher gebe es aber noch nicht. Hinter Signa steht dem "Handelsblatt" zufolge der griechische Milliardär und Reeder George Economou. Einem Metro-Sprecher zufolge zeigte zudem auch die spanische Kaufhaus-Gruppe Corte Inglés "Interesse" an Kaufhof.
Ebenfalls im Kreis der Bewerber ist laut Metro ein prominenter Investor: Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen legte dem Konzern ein Angebot vor. Für das operative Geschäft habe Berggruen alleine und für die Immobilien mit anderen Investoren Offerten abgegeben, zitiert die Nachrichtenagentur dpa Unternehmenskreise. Jeder zweite Standort des Warenhauses, das seit 1996 zum Metro-Konzern gehört und seit Anfang 2008 auf der Verkaufsliste steht, befindet sich im eigenen Besitz.
Ein Berggruen-Sprecher sagte der Agentur, zu einem möglichen Angebot wolle er nichts sagen. Berggruen habe das Investment bei Karstadt aber immer als langfristig angesehen. "Wir glauben an das Geschäftsmodell Warenhaus." Berggruen hatte die insolvente Kette mit insgesamt 115 Häusern in Deutschland 2010 nach einer monatelangen Zitterpartie übernommen.
[Bildunterschrift: Ein Zusammenschluss von Karstadt und Kaufhof war schon mehrfach Thema. ]
Die Zukunft der Warenhaustochter ist schon seit Jahren ein Thema. Metro-Chef Eckhard Cordes hatte unter anderem vergeblich versucht, seine Kaufhäuser mit der damaligen Arcandor-Tochter Karstadt zu verschmelzen. Entsprechende Gespräche gab es bereits 2008 und im Umfeld der Insolvenz des Arcandor-Konzerns. Nun greift offenbar Karstadt-Investor Berggruen diese Idee wieder auf.
Die knapp 140 Kaufhof-Filialen erzielten im vergangenen Jahr gut 3,5 Milliarden Euro Umsatz. Sie erwirtschafteten dabei zwar einen Gewinn - vielen gilt das Kaufhausgeschäft aber als nicht zukunftsfähig. Zudem ist das Kaufhof-Geschäft innerhalb der Metro-Gruppe von geringer Bedeutung; der gesamte Konzern erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz in Höhe von 67,3 Milliarden Euro.
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