Der Karstadt-Schriftzug inmitten von runden Lichteffekten.

Durchbruch bei Verhandlungen Tarifeinigung für Karstadt-Mitarbeiter

Stand: 03.12.2016 08:09 Uhr

Nach Jahren ohne Tarifvertrag können die 15.000 Karstadt-Beschäftigten auf Gehaltserhöhungen hoffen. Das Unternehmen und die Gewerkschaft ver.di einigten sich auf ein Eckpunktepapier, das auch eine Standort- und Beschäftigungssicherung beinhaltet.

Bei den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Warenhauskette Karstadt ist nach dreieinhalb Jahren der Durchbruch geschafft. Karstadt und die Gewerkschaft ver.di einigten sich unter anderem auf eine langjährige Standort- und Beschäftigungssicherung, Modalitäten für die Zahlung von Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie Regelungen zur künftigen Gehaltsentwicklung. Der endgültige Text des neuen Tarifvertrages solle in den nächsten Wochen ausformuliert werden, teilte ver.di mit.

Seit 2013 keine Tarifbindung mehr

Die Standort- und Beschäftigungsgarantie soll der Gewerkschaft zufolge für alle 78 Filialen und damit für mehr als 15.000 Beschäftigte gelten. Ziel der Vereinbarung sei die vollständige Rückkehr in die Tarifbindung spätestens im Jahr 2021, erklärte Karstadt. Unter dem ehemaligen Eigner Nicolas Berggruen war Karstadt 2013 aus der Tarifbindung für den Einzelhandel ausgestiegen. Dadurch entfielen für die Mitarbeiter der Warenhauskette Gehaltserhöhungen, die durch Tarifverträge vereinbart werden.

"Wichtig ist, dass nun sowohl Klarheit für unsere Mitarbeiter über unseren Tarifweg besteht, als auch diese Vereinbarung auf tariflicher Ebene die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit von Karstadt berücksichtigt", teilte Karstadt-Arbeitsdirektor Miguel Müllenbach mit. Ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger begrüßte die Vereinbarung und appellierte an das Unternehmen, "jetzt aktiv die Zukunft" des Warenhauses zu gestalten.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 03. Dezember 2016 um 10:35 Uhr.

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