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Wirtschaft

Fertighaushersteller Kampa vor dem endgültigen Aus

Keine Hoffnung mehr für Fertighaushersteller

Kampa vor dem endgültigen Aus

Fertighaus der Firma Kampa in einer Musterhausausstellung in Wuppertal (Foto: dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Fertighaus der Firma Kampa in einer Musterhausausstellung in Wuppertal ]
Für den zahlungsunfähigen Fertighaushersteller Kampa gibt es endgültig keine Zukunft mehr. Nach ergebnislosen Gesprächen mit fast 70 möglichen Investoren werde nun unverzüglich die Entlassung der Mitarbeiter eingeleitet, teilte Insolvenzverwalter Werner Schreiber. Zuletzt hatte Kampa rund 800 Beschäftigte. Er werde versuchen, für die Standorte und Werke der Kampa-Gruppe "auch Einzellösungen zu finden". Wo dies nicht gelinge, sollten Immobilien, Musterhäuser, Maschinenpark und Markenrechte einzeln verkauft werden.

Die Kampa AG ist nach eigenen Angaben Europas führender Fertighausbauer und hatte Mitte März einen Insolvenzantrag gestellt. Danach hatte es Gespräche mit insgesamt 69 Interessenten gegeben. Zuletzt hatte der Verwalter auf einen deutsch-schweizerischen Kandidaten gesetzt. Dieser hatte sich als Einziger bereit gezeigt, 450 Arbeitsplätze zu erhalten. Jedoch seien die nötigen finanziellen Zusagen zur Auffanggesellschaft, zum Kaufpreis und zu den Investitionen ausgeblieben.

Großaktionär stellte Übernahme in Aussicht

Der Großaktionär der Kampa AG, die Investmentgesellschaft Triton, hatte nach Angaben Schreibers Gespräche zu einer Übernahme in Aussicht gestellt, um ein endgültiges Auseinanderbrechen der Kampa- Gruppe zu verhindern. Nun habe Triton jedoch mitgeteilt, dass über eine Übernahme noch nicht entschieden werden könne. "Der Insolvenzverwalter ist daher aus insolvenzrechtlichen und arbeitsrechtlichen Gründen gezwungen, unverzüglich die Freistellung der Mitarbeiter der Kampa-Gruppe einzuleiten", erklärte Schreiber.

Kampa hat bundesweit acht Standorte. Unter den Marken Kampa und Hebel Haus entwickelt, fertigt und vertreibt das Unternehmen Häuser in Massiv- und Fertigbauweise. 2006 war der Finanzinvestor Triton bei Kampa eingestiegen. Triton gewährte Kampa damals einen Kredit und ein Überbrückungsdarlehen über insgesamt 58 Millionen Euro. Dennoch kämpft Kampa seit zwei Jahren mit Verlusten und hatte bereits 200 von zuvor insgesamt 1000 Stellen gestrichen sowie Standorte geschlossen.

Stand: 10.06.2009 20:06 Uhr
 

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