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Der international nicht mehr anerkannte Machthaber der westafrikanischen Elfenbeinküste, Laurent Gbagbo, will sich die Einnahmen aus dem Kakao-Handel sichern und verstaatlicht den gesamten Export des Rohstoffs. Das staatliche Fernsehen berichtete, das habe der Präsident per Dekret verfügt. "Die Ausfuhr von Produkten der Kakao- und Kaffee-Branche übernehmen der Staat, Beauftragte des Staates oder Inhaber einer Export-Lizenz, die unter dem Dekret erteilt wird", hieß es weiter.
[Bildunterschrift: Der Machtkampf zwischen Laurent Gbagbo und Alassane Ouattara dauert sein Monaten an. ]
Gbagbo hatte im November internationalen Wahlbeobachtern zufolge die Präsidentenwahl gegen de Herausforderer Alassane Ouattara verloren, hält aber trotz der Kritik der Vereinten Nationen an seinem Amt fest. Infolge des Machtkampfs wurden internationale Handelssanktionen gegen die Elfenbeinküste verhängt. Insbesondere das Embargo der Häfen von Abidjan und San Pedro, über den der Großteil des Kakaos des Landes exportiert wird, führte zur Lähmung des Sektors. Seit Januar stellten auf Bitte Ouattaras zudem die meisten großen Schokoladenhersteller und Kakaohändler den Ankauf des Rohstoffs aus der Elfenbeinküste ein. Damit versiegte aber eine wichtige Finanzierungsquelle Gbagbos, der Armee und öffentlichen Dienst aus diesen Einnahmen bezahlt.
Kakao ist seither so teuer geworden wie seit mehr als 30 Jahren nicht mehr. Die Elfenbeinküste ist mit über einer Million Tonnen pro Jahr der größte Kakaoproduzent der Welt.
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