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Vor der größten afghanischen Privatbank, der Kabul Bank, haben sich auch heute wieder lange Menschenschlangen gebildet. Augenzeugen berichteten, die Polizei setze Schlagstöcke gegen einzelne Personen ein, um die Lage unter Kontrolle zu halten.
[Bildunterschrift: Sicherheitskräfte müssen die Kabul Bank bewachen. ]
Viele um ihre Einlagen besorgte Sparer kamen kurz vor Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan und der dann beginnenden dreitägigen Feiertagsruhe, um Geld abzuheben; einige aber auch, um ihre Konten aufzulösen. Die Nachrichtenagentur Reuters zitiert einen der aufgebrachten Bankkunden mit den Worten: "Wir brauchen Geld für Kleidung, Essen und Süßigkeiten. Die Besitzer der Bank hatten uns versprochen, alle Filialen zu öffnen. Das war eine Lüge." Ein anderer drohte mit Gewalt: "Wenn sie nicht auf uns hören, werden wir alle Filialen der Kabul Bank plündern." Bis zu 200 Menschen sollen sich vor der Zentrale der Bank aufgehalten haben.
Die Zentralbank des Landes fror die Vermögen großer Anteilseigner ein. Zuvor hatten zwei Top-Manager der Bank ihren Hut nehmen müssen. Eine Untersuchung zu den Vorgängen läuft. Medienberichten zufolge wird den Bankmanagern Korruption vorgeworfen.
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