Stress am Arbeitsplatz

Stress am Arbeitsplatz Drei Millionen machen "Doping im Job"

Stand: 17.03.2015 14:29 Uhr

Knapp drei Millionen Beschäftigte haben schonmal Medikamente genommen, um bei der Arbeit leistungsfähiger zu sein, hat eine Studie ergeben. Grund für das sogenannte "Doping im Job" seien Stress, Überlastung oder hoher Leistungsdruck.

Knapp drei Millionen Beschäftigte haben sich nach einer Studie mit Medikamenten aufgeputscht, um den Leistungsdruck im Beruf besser auszuhalten. "Doping am Arbeitsplatz" nahm in den vergangenen sechs Jahren um zwei Prozentpunkte auf 6,7 Prozent der Beschäftigten zu.

Das geht aus dem Gesundheitsreport 2015 der DAK-Gesundheit hervor. Die Krankenkasse geht von einer Dunkelziffer von bis zu zwölf Prozent aus, so dass schon fünf Millionen Beschäftigte einmal leistungssteigernde oder stimmungsaufhellende Substanzen zum sogenannten Hirndoping missbraucht haben.

Jeder achte nimmt Tabletten gegen Müdigkeit

Knapp eine Million eigentlich gesunder Erwerbstätiger dope regelmäßig mit Medikamenten. Zu solchen verschreibungspflichtigen Leistungssteigerern zählen Medikamente zur Behandlung von Demenz, Depressionen oder Aufmerksamkeits- und Schlafstörungen.

Grund für die Einnahme solcher Medikamente sei meist hoher Leistungsdruck sowie Stress und Überlastung. Am häufigsten greifen Beschäftigten demnach zu Medikamenten gegen Angst, Nervosität und Unruhe (60,6 Prozent) sowie zu Mitteln gegen Depressionen (34 Prozent). Etwa jeder achte Doper schluckt Tabletten gegen starke Tagesmüdigkeit.

Mehr als jeder Zweite bekommt laut DAK-Report für die entsprechenden Medikamente ein Rezept vom Arzt. Jeder Siebte erhält Tabletten von Freunden, Bekannten oder Familienangehörigen, und jeder Zwölfte bestellt sie ohne Rezept im Internet.

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