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IW-Konjunkturumfrage unter deutschen Unternehmen
Schwache Aussichten für das kommende Jahr
Mindestens jede vierte deutsche Unternehmen will im kommenden Jahr Arbeitsplätze streichen. Das geht aus der Herbstumfrage des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor. Demnach wollen 28 Prozent aller deutschen Firmen Personal abbauen. 20 Prozent wollen dagegen neue Arbeitskräfte einstellen.
Begründet wird die pessimistische Aussicht mit dem schwächelnden Auslandsgeschäft und der geringeren Produktion. Besonders Unternehmen, deren Umsatz stark vom Export beeinflusst ist, sind in ihrer Einschätzung vorsichtig. 30 Prozent der Betriebe aus der exportabhängigen Industrie wollen Stellen abbauen.
Deutsche Unternehmen blicken pessimistischer in die Zukunft
tagesschau 12:00 Uhr, 19.11.2012, Oliver Jarasch, RBB
"Wirtschaft nahe an der Stagnation"
Viele Unternehmen blicken skeptisch auf das kommende Geschäftsjahr. 28 Prozent der Betriebe rechnen mit sinkender Produktion, 48 Prozent kalkulieren mit stagnierenden Zahlen. 24 Prozent der befragten Firmen erwarten eine steigende Produktion.
Das Institut forderte die Politik auf, durch einen Verzicht auf Steuererhöhungen und eine Abgabensenkung die Industrie zu unterstützen. IW-Direktor Michael Hüther erwartet wegen der Staatsschuldenkrise und der nachlassenden Weltwirtschaft, dass "die gewerbliche Wirtschaft nahe an den Rand der Stagnation" rutschen wird. Das Institut hatte 2300 Unternehmen befragt.
Stand: 19.11.2012 11:34 Uhr
