IWF will die aktuelle Lage beruhigen

IWF warnt vor weiteren Problemen 4,1 Billionen Dollar Verlust durch Finanzkrise

Stand: 21.04.2009 18:06 Uhr

Die weltweiten Verluste infolge der Finanzkrise werden sich laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) auf rund 4,1 Billionen Dollar summieren, umgerechnet rund 3,1 Billionen Euro. Allein in den USA sei durch faule Kredite und Schrottpapiere mit einem Minus von 2,7 Billionen Dollar zu rechnen, schrieb der IWF. In Europa liege der Verlust durch faule Wertpapiere bei 1,2 Billionen Dollar, in Japan bei 149 Milliarden Dollar.

Der IWF geht davon aus, dass viele Finanzinstitute das wahre Ausmaß ihrer Verluste noch nicht eingeräumt haben. Rund 2,5 Billionen Dollar entfallen demnach auf Banken, der Rest auf Versicherungen und Pensionsfonds. Die Banken müssten aber zwei Drittel ihrer Verluste erst noch abschreiben. Besonders für europäische Geldinstituten prognostizierte der IWF schwierige Zeiten. Vor allem in Osteuropa seien weitere massive Kreditausfälle zu erwarten.

Bankprobleme belasten weiter die Wirtschaft

Amerikanische Dollars
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Der IWF fordert weitere Regierungshilfen für die Finanzbranche.

Es sei damit zu rechnen, dass die Probleme der Banken die Wirtschaft weiter belasten. Die Schwierigkeiten ließen sich nur lösen, wenn die risikoreichen Wertpapiere aus den Bankbilanzen verschwänden. Dieser Schritt müsse gegebenfalls durch Umstrukturierungen und frisches Kapital begleitet werden.

Trotz "erster Anzeichen für eine Stabilisierung" auf den Finanzmärkten hält der IWF weitere Hilfen der Regierungen für die Finanzbranche für notwendig, "um die Fortschritte zu sichern und das Vertrauen in die Finanzinstitutionen wiederherzustellen". Zugleich warnte der IWF aber vor einer massiven Ausweitung der Staatsverschuldung als Folge der staatlichen Maßnahmen gegen die Finanz- und Wirtschaftskrise. Um angeschlagene Banken zu sanieren, hält der IWF auch Verstaatlichungen für geeignet

Die Lage bleibe gespannt und die Krise habe sich verbreitert, schrieb der IWF. Die Kreditvergabe wachse immer weniger und werde in einigen Regionen, wie den USA und der Euro-Zone, in naher Zukunft sinken. Sie werde sich wohl auch erst nach einigen Jahren wieder ganz erholen. Immerhin sieht der Fonds als Resultat der Hilfsprogramme einige Frühzeichen der Stabilisierung.

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