Ein Containerschiff auf dem Container Terminal Altenwerder | Bildquelle: dpa

Wirtschaftsprognose für 2017 Alles bleibt stabil

Stand: 27.12.2016 19:10 Uhr

Zum großen Sprung wird die deutsche Wirtschaft aus Sicht verschiedener Branchen im kommenden Jahr nicht ansetzen. Immerhin: Beschäftigung und Privatkonsum dürften nach einer Umfrage des Forschungsinstituts IW stabil bleiben - trotz Terrorängsten und anderer Unsicherheiten.

Deutsche Wirtschaftsverbände rechnen für das Jahr 2017 mit einem Konjunkturplus - aber mit einem eher schwachen. 28 der 48 vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) befragten Verbände gehen zwar von einem Produktionsanstieg aus, doch nur drei erwarten eine wesentliche Steigerung. Acht Verbände rechnen mit einem schlechteren Ergebnis, wie das arbeitgebernahe IW mitteilte.

Vor allem das Baugewerbe und verwandte Branchen zeigen sich den Angaben zufolge für 2017 zuversichtlich. Einen Abwärtstrend fürchteten unter anderem die Automobilindustrie und die Finanzwirtschaft. 

Deutsche Wirtschaftsverbände rechnen mit Konjunktur-Plus für 2017
tagesschau 20:00 Uhr, 27.12.2016, Demian von Osten, WDR

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Investitionen nicht in allen Branachen

Allgemein betrachtet gehen 18 der 48 Verbände davon aus, dass die Unternehmen ihrer Branche im kommenden Jahr mehr investieren werden als 2016 - vor allem der Dienstleistungssektor. Die Digitalisierung werde in vielen Branchen immer bedeutsamer. Das treibe die Unternehmen zum Investieren an. Lediglich die Chemieindustrie, der Luft- und Raumfahrzeugbau sowie die Kunststoffverarbeitung werden dem IW zufolge ihre Investitionen wohl zurückfahren. 

Auf dem deutschen Arbeitsmarkt dürfte es der Umfrage zufolge insgesamt nur geringe Veränderungen geben: 20 Verbände rechneten für 2017 mit einer gleichbleibenden Beschäftigung, 15 erwarteten einen Personalzuwachs, zwölf einen Stellenabbau. Neben baunahen Branchen wollten viele Dienstleister Mitarbeiter einstellen. Dagegen werde unter anderem die Finanz- und Versicherungswirtschaft weitere Stellen streichen.

Welche Auswirkung hat Trump?

Der private Konsum werde als Konjunkturstütze in Deutschland aus Sicht des IW stabil bleiben und nicht durch Terrorängste oder ähnliche Unsicherheiten abgewürgt. "Die deutsche Wirtschaft bewegt sich wie ein Tanker", sagte IW-Direktor Michael Hüther der Deutschen Presse-Agentur. "Es ist bereits das dritte Jahr in Folge, in dem im Grunde kein großer Dynamik-Gewinn hinzukommt, aber auch nicht großartig etwas verloren geht." 

Große weltwirtschaftliche Impulse sind nach Einschätzung des IW nicht zu erkennen. Mit Blick auf den Kurs des künftigen US-Präsidenten sagte der IW-Experte, es bleibe einfach eine Ungewissheit, "weil keiner so genau wissen kann, was Donald Trump und seine Administration wirklich machen und mit welcher ökonomischen Vernunft das ausgestattet sein wird". Man müsse aus Sicht des IW-Experten davon ausgehen, dass Trump durchaus ernst meine, was er gesagt habe: "Das heißt, dass er den Worten Taten Folgen lassen wird, um einfach Signalpolitik zu betreiben."

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 27. Dezember 2016 um 20:00 Uhr.

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