Proteste gegen den Sparkurs in Italien "No-Monti-Day" treibt Zehntausende auf die Straße

Stand: 27.10.2012 17:57 Uhr

In Rom sind zehntausende Gegner des Sparkurses von Regierungschef Mario Monti auf die Straße gegangen. Zum sogenannten "No-Monti-Day" hatten linke Parteien, Vereine und Gewerkschaften aufgerufen. Unter dem Motto "Vereint mit einem rebellierenden Europa - jagen wir die Regierung Monti davon" wandten sie sich gegen die Politik des früheren EU-Kommissars und machten sich für seine Absetzung stark.

Monti verlangt den Bürgern aufgrund der Schuldenkrise einen harten Spar- und Reformkurs ab. Er hatte dem Land Steuererhöhungen, Ausgabenkürzungen und eine Renten- und Arbeitsmarktreform verordnet.

Auch die Rolle von Angela Merkel in der Schuldenkrise wurde zum Thema. | Bildquelle: AFP
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Die Demonstranten hielten Marionetten hoch - von Bundeskanzlerin Angela Merkel...

Eine Puppe von Ex-Premier Silvio Berlusconi beim "No-Monti-Day" in Rom. | Bildquelle: AFP
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...und Italiens Ex-Premier Berlusconi, gegen den vor einem Jahr Zehntausende protestierten.

Hohe Sicherheitsvorkehrungen aus Angst vor Ausschreitungen

Anders als bei vergleichbaren Protesten in Spanien und Griechenland sind Anti-Spar-Kundgebungen in Italien bisher nicht von Gewalt begleitet gewesen. Die römische Polizei hatte sich jedoch darauf vorbereitet, dass gewaltbereite Autonome anreisen könnten. Für den Demonstrationszug vom Repubblica-Platz zur Piazza San Giovanni waren deshalb starke Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden. Am Rande der Großdemonstration kam es offenbar dennoch zu einigen Ausschreitungen.

Vor einem Jahr hatte es bei einer nationalen Kundgebung gegen den damaligen Regierungschef Silvio Berlusconi in Rom schwere Auseinandersetzungen hunderter Demonstranten mit der Polizei gegeben. Damals stand der Protest gegen die Rolle der Banken im Mittelpunkt.

Zehntausende wegen Montis Sparpolitik auf der Straße
tagesthemen 23:38 Uhr, 28.10.2012, Ellen Trapp, ARD Rom

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