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Nach Bericht der "New York Times"
USA: Keine direkten Atomgespräche mit Iran
Das Weiße Haus hat dementiert, dass es eine Übereinkunft mit dem Iran zu Zweiergesprächen über das Teheraner Atomprogramm nach der Wahl am 6. November gibt. Es sei nicht wahr, dass derartige Gespräche oder Treffen vereinbart worden seien, sagte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates, Tommy Vietor.
Die USA arbeiteten weiter im Rahmen der Staaten-Fünfergruppe an einer diplomatischen Lösung. Präsident Barack Obama habe klar gemacht, dass er den Iran davon abhalten werde, in den Besitz einer Atomwaffe zu gelangen, und auch bereit sei, alles dafür Notwendige zu tun, so Vietor weiter.
Grundsätzlich seien die USA jedoch zu bilateralen Treffen bereit. Auch Irans Staatschef Mahmud Ahmadinedschad hatte erst vor kurzem in New York bilaterale Gespräche mit den USA im Atomstreit angeregt. "Der Iran ist bereit, seine negative Haltung gegenüber den USA zu überdenken und die Kontakte zu verbessern", sagte Ahmadinedschad im Gespräch mit amerikanischen Schülern.
Zeitung schrieb von direkten Gesprächen
Die "New York Times" hatte unter Berufung auf hohe US-Regierungsbeamte berichtet, dass mit iranischen Diplomaten eine Übereinkunft über direkte Gespräche getroffen worden sei. Die Regierung in Teheran wolle die Gespräche allerdings erst nach der Wahl am 6. November führen, damit sie wisse, wer ihr Gegenüber sei.
Die USA und Israel werfen Teheran vor, heimlich die Entwicklung von Kernwaffen voranzutreiben. Der Iran hingegen erklärt stets, sein Atomprogramm diene lediglich zivilen Zwecken. Israel hat bislang nicht ausgeschlossen, auch militärisch gegen iranische Atomanlagen vorzugehen.
Keine Verhandlungen seit Juni
Die Atomgespräche zwischen dem Iran und den fünf ständigen Mitgliedern des Weltsicherheitsrats und Deutschland wurden im Juni ausgesetzt. Teheran hat Bereitschaft signalisiert, auf eine höhere Anreicherung von Uran zu verzichten, wenn die internationalen Sanktionen aufgehoben und das Recht des Irans auf Urananreicherung grundsätzlich anerkannt würden.
Der Westen will vor allem verhindern, dass der Iran sein Uran auf mehr als 20 Prozent anreichert. Ab diesem Reinheitsgrad lässt sich das Uran schnell zu waffenfähigem Material verarbeiten.
Stand: 21.10.2012 01:53 Uhr
