Ein Airbus 320 | Bildquelle: dpa

Ja der US-Behörden Grünes Licht für Airbus-Deal mit dem Iran

Stand: 22.11.2016 21:14 Uhr

Der europäische Flugzeugbauer Airbus will mehr als 100 Maschinen an den Iran verkaufen - durfte das aber nicht wegen fehlender Genehmigungen aus den USA. Bis jetzt. Die dortigen Behörden haben den Deal nun abgesegnet.

Airbus darf seinen Deal mit dem Iran umsetzen - und mehr als 100 Passagierflugzeuge nach Teheran liefern. Grund ist eine Erlaubnis, die nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters das US-Finanzministerium erteilt hat.

Obwohl Airbus ein europäischer Konzern ist, benötigt dieser wegen amerikanischer Komponenten in seinen Flugzeugen eine Freigabe durch die US-Behörden. Dabei kam es zu Verzögerungen. Die nötigen Exportlizenzen für 106 Maschinen wurden nun erteilt. Das US-Außenministerium bestätigte dies, indem es erklärte, die Genehmigung sei Teil des Atomdeals mit dem Iran - und kein "finaler Schub" der scheidenden Obama-Regierung.

Im Januar Auftrag erhalten

Airbus hatte sich den Großauftrag im Januar gesichert. Irans Präsident Hassan Rouhani besiegelte das Milliardengeschäft bei einem Besuch in Paris. Es umfasste ursprünglich insgesamt 118 Flugzeuge im Gesamtwert von rund 27 Milliarden Dollar nach Listenpreis. Nach dem Ende des Atomstreits und der damit verbundenen Sanktionen will der Iran seine veraltete Flugzeugflotte möglichst rasch modernisieren. Jüngst hatte auch der Airbus-Rivale Boeing eine Großbestellung mit mehr als 100 Flugzeugen an Land gezogen.

Das US-Repräsentantenhaus hatte in der vergangenen Woche für einen Gesetzentwurf gestimmt, der den Verkauf von Flugzeugen an den Iran verbietet. Dies würde auch Boeing treffen. Im Wahlkampf hatte der designierte US-Präsident Donald Trump angekündigt, das Atomabkommen mit dem Iran aufzukünden.

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