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10.02.2012

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Wirtschaft
Schlangestehen für das iPad
Kundenansturm zum Verkaufsstart

Schlangestehen für das iPad

Schlange vor dem Apple-Store in Berlin (Foto: AFP) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Geduld war beim Verkaufsstart des iPads in Berlin gefragt. ]
Der Verkaufsstart von Apples Tablet-PC iPad hat in vielen Städten für lange Schlangen vor den Läden gesorgt. In Berlin, München, Hamburg und Frankfurt am Main standen bereits vor der Öffnung um 8.00 Uhr Hunderte Menschen. Viele der Wartenden hatten schon in der Nacht vor den Shops Stellung bezogen, um ein iPad zu ergattern. Auch in Tokio löste der Verkaufsstart des Tablet-Computers, der bislang nur in den USA zu erhalten war, einen großen Kundenandrang aus. Vor Apples Vorzeigeladen im Einkaufsviertel Ginza versammelten sich knapp 1200 Menschen. Die Schlange war beinahe 800 Meter lang.

In den USA war das Gerät bereits Anfang April in den Verkauf gegangen. Apple setzte dort nach eigenen Angaben in vier Wochen eine Million iPads ab, am ersten Verkaufstag allein 300.000. Damit übertraf der Verkauf alle Erwartungen. Die Nachfrage war laut Apple so groß, dass der Verkaufsstart in Übersee um einen Monat verschoben werden musste. Künftig muss das Unternehmen allerdings mit wachsender Konkurrenz rechnen. Auch Sony, Hewlett-Packard und Dell haben den Tablet-Markt ins Visier genommen. Neben Deutschland gibt es das iPad ab sofort auch in Australien, Frankreich, Großbritannien, Japan, Italien, Kanada, der Schweiz und Spanien. Im Juli soll der Verkauf in Belgien, den Niederlanden, Hongkong, Irland, Luxemburg, Mexico, Neuseeland, Österreich und Singapur beginnen.

Bitkom sieht Tablet-Boom

Schlange vor dem Apple-Store in Tokio (Foto: dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Bis zu 800 Meter lang war die Schlange vor dem Apple-Store in Tokio. ]
Die Besonderheit des iPads ist seine Bedienung: Statt Tastatur und Maus gibt es einen berührungsempfindlichen Bildschirm. Zum Tippen von Texten wird eine Tastatur auf dem Bildschirm eingeblendet. Anders als bei Notebooks muss kein Deckel hochgeklappt werden, eher erinnert der iPad an ein großes iPhone. Die Preise liegen zwischen 499 Euro für die Einsteigerversion und 799 Euro für das Topmodell.

Bereits vor dem Verkaufsstart des iPads hatte der Branchenverband Bitkom einen Boom der Tablet-Computer vorausgesagt. 500.000 Geräte werden der Schätzung zufolge noch in diesem Jahr in Deutschland über den Ladentisch gehen und damit einen Umsatz von 300 Millionen Euro auslösen. Im vergangenen Jahr erreichte der Absatz der mobilen Touchscreen-Computer laut Bitkom gerade einmal 20.000 Stück, der nun erwartete Boom würde den Absatz also um den Faktor 25 erhöhen. Nach einer Forsa-Umfrage im Auftrag von Bitkom erwägen drei Millionen Deutsche die Anschaffung eines Tablet-Computers. Besonders groß sei das Interesse unter Schülern und Studenten.

Stand: 28.05.2010 14:12 Uhr
 

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