Eine Frau trägt einen Einkaufskorb | Bildquelle: dpa

Inflationsrate steigt leicht Teurere Lebensmittel und höhere Mieten

Stand: 12.02.2016 11:12 Uhr

Der Preisverfall beim Benzin ist gedämpft, dafür sind im vergangenen Monat vor allem Lebensmittel und Mieten teurer geworden. Mit 0,5 Prozent zieht die Inflation wieder leicht an - was die Verbraucher auch im Portemonnaie spüren.

Auch im neuen Jahr ist der Anstieg der Verbraucherpreise gering geblieben. Aber: Die Preise kletterten im Januar im Vorjahresvergleich um 0,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden erklärte. Damit fällt der Anstieg höher aus als im Dezember und im gesamten Vorjahr: Da hatte die Inflationsrate jeweils noch 0,3 Prozent betragen.

Äpfel und Kartoffeln Spitzenreiter bei den Preistreibern

Grund für die geringe Teuerung sind nach wie vor die niedrigen Energiepreise - sie waren 5,8 Prozent niedriger als im Januar 2015. Die Preise für Nahrungsmittel dagegen zogen im Januar an, und zwar um 0,9 Prozent. Deutlich teurer als im Vorjahresmonat waren Obst (plus 5,0 Prozent) und Gemüse (plus 3,6 Prozent). Der Preis für Äpfel stieg demnach um 8,4 Prozent, der für Kartoffeln sogar um 30,5 Prozent. Günstiger als vor einem Jahr waren dagegen Molkereiprodukte.

Urlauber auf einer Strandliege | Bildquelle: dpa
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Pauschalreisen waren im Januar mehr als 19 Prozent günstiger als im Dezember.

Saisonbedingt bleibt der Januar ein günstiger Monat

Im Vergleich zum Dezember sanken die Verbraucherpreise im Januar um 0,8 Prozent. Dies sei im Wesentlichen saisonbedingt, erklärten die Statistiker: Vor allem Preise für Pauschalreisen gingen von Dezember auf Januar zurück, und zwar um 19,2 Prozent. Auch Kleidung und Schuhe wurden wegen zahlreicher Rabatte günstiger. Etwas teurer wurden zu Jahresbeginn dagegen Strom (0,4 Prozent), Versicherungsdienstleistungen (0,7 Prozent) sowie Post- und Kurierdienstleistungen (4,7 Prozent). Die Deutsche Post hatte ihr Porto für einen Standardbrief von 62 auf 70 Cent erhöht.

Preise für Energie nicht mehr im freien Fall

Preisdämpfend wirkten sich erneut die niedrigen Energiepreise aus, die 5,8 Prozent unter dem Niveau aus dem Januar 2015 lagen. Allerdings schwächt sich der statistische Effekt des Preisverfalls bei Kraftstoffen und Haushaltsenergie inzwischen ab: So fielen die Energiepreise im Januar nur noch um 5,8 Prozent. "In den letzten Monaten hat sich der Preisrückgang allmählich abgeschwächt", erklärten die Statistiker. Im September 2015 beispielsweise hatte es hier noch einen Rückgang von 9,3 Prozent gegeben.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 12. Februar 2016 um 11:30 Uhr.

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