Geldbörse | Bildquelle: Hamann

Verbraucherpreise in Deutschland Niedrigste Inflation seit Februar 2010

Stand: 04.01.2016 14:57 Uhr

Weiter sinkende Energiepreise haben die Teuerung in Deutschland auf den niedrigsten Stand seit mehr als vier Jahren gedrückt. Nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes lagen die Verbraucherpreise im November lediglich 0,6 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Einen niedrigeren Wert gab es zuletzt im Februar 2010 mit 0,5 Prozent. Im Oktober lag die Teuerungsrate noch bei 0,8 Prozent.

Grund für den niedrigen Preisanstieg sind abermals die Energiekosten. Sie sanken um 2,5 Prozent. Bei Nahrungsmitteln gab es keine Veränderung, Dienstleistungen wurden um 1,4 Prozent teurer. Auch für die Wohnungsmiete mussten die Verbraucher 1,4 Prozent mehr ausgeben.

EZB-Ziel verfehlt

Die Inflationsrate von 0,6 Prozent bleibt deutlich unter dem Ziel der Europäischen Zentralbank, die die Preisstabilität bei einer jährlichen Teuerungsrate von knapp unter zwei Prozent gewahrt sieht. Dieses Ziel verfehlt die Notenbank seit Anfang 2013. Deshalb hatte die EZB ihre Geldpolitik zuletzt in mehreren Schritten weiter gelockert und zusätzliche Maßnahmen in Aussicht gestellt.

Die geringe Teuerung stärkt zwar die Kaufkraft der Verbraucher, die Währungshüter fürchten aber ein Abgleiten in die Deflation, eine gefährliche Spirale aus rückläufigen Preisen und schrumpfender Wirtschaft.

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