Häuser in Köln | Bildquelle: dpa

Immobilienpreise Großstadt-Wohnen bleibt teuer

Stand: 28.05.2017 11:49 Uhr

Wer darauf hofft, dass in nächster Zeit die Immobilienpreise in deutschen Großstädten wieder fallen, wird wohl enttäuscht. Der Genossenschaftsbanken-Verband BVR sagt, mittelfristig werde sich nichts ändern, obwohl die Preise deutlich übertrieben seien.

Ob Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main und Stuttgart - die Situation auf dem Immobilienmarkt ist in diesen Städten nahezu gleich. Es gibt zu wenig Wohnraum für eine viel zu hohe Nachfrage. Laut dem Genossenschaftsbanken-Verband BVR legten die Preise in den vergangenen zehn Jahren im Schnitt um mehr als 50 Prozent zu. Die Einkommen der Haushalte seien dagegen nur um etwas mehr als sechs Prozent gestiegen, zitiert die "Welt am Sonntag" aus einer Studie des Verbandes.

Dieser erwartet auch "mittelfristig keine Preiskorrektur". BVR-Vorstandsmitglied Andreas Martin sagte dem Blatt: "Diese Entwicklung ist ein Zeichen von zum Teil deutlichen Preisübertreibungen in einzelnen Stadtvierteln der Metropolen." Diese Ansicht teilen Fachleute der Bundesbank und des Immobilienverbandes ZIA.

Generell keine Immobilienblase

Nimmt man diese Trendbezirke aus, sieht Martin keine Preisblase auf dem deutschen Immobilienmarkt. "Sowohl im städtischen als auch im ländlichen Bereich haben sich die Preise seit 2007 weitestgehend im Einklang mit den Mieten und den verfügbaren Einkommen entwickelt", betonte Martin.

Die Studie ergab, dass 2016 die Preise für selbst genutztes Wohneigentum deutschlandweit um 4,8 Prozent zugelegten; im Jahr davor hatte das Plus 3,1 Prozent betragen. Der Unterschied zwischen Stadt und Land bleibt demnach groß: Während in den Städten die Preise um 5,5 Prozent anzogen, waren es auf dem Land nur 4,0 Prozent.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 28. Mai 2017 um 12:00 Uhr

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