Ikea-Einkaufswagen | Bildquelle: dpa

Tote durch Kommoden Ikea zahlt 50 Millionen US-Dollar

Stand: 22.12.2016 18:52 Uhr

Drei US-amerikanische Familien, deren Kinder durch umkippende Ikea-Kommoden getötet wurden, erhalten eine finanzielle Entschädigung. Der schwedische Möbelkonzern hat sich bereit erklärt, insgesamt 50 Millionen US-Dollar zu zahlen.

Nachdem ihre Kinder durch umkippende Ikea-Kommoden ums Leben gekommen waren, erhalten drei Familien in den USA Millionenentschädigungen von dem Möbelriesen. Der schwedische Konzern habe in einen Vergleich eingewilligt, der sich auf insgesamt 50 Millionen US-Dollar (48 Millionen Euro) belaufe, teilten die Anwälte der Familien mit.

Ikea bestätigte, dass ein Vergleich geschlossen wurde, lehnte aber eine weitergehende Stellungnahme ab, da die Vereinbarung noch gerichtlich abgesegnet werden müsse.

37 Millionen Kommoden zurückgerufen

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Die drei Familien hatten jeweils ein Kind im Alter von zwei Jahren verloren. Neben der Entschädigungszahlung für die Hinterbliebenen sieht der Vergleich den Anwälten zufolge auch vor, dass Ikea 100.000 US-Dollar an Kinderkrankenhäuser und weitere 100.000 US-Dollar an eine US-Stiftung zahlt, die sich für die Sicherheit von Kindern einsetzt.

Ikea hatte im Sommer nach mehreren Todesfällen von Kleinkindern insgesamt mehr als 37 Millionen Kommoden der Serie Malm in den USA, Kanada und China zurückgerufen. Nach Angaben der US-Behörde für Produktsicherheit vom Juni gab es durch Unfälle mit Ikea-Kommoden seit 1989 insgesamt fünf Tote und 31 Verletzte.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 22. Dezember 2016 um 14:23 Uhr.

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