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Wirtschaft
IndyMac
Größte Bankenpleite seit '84 durch US-Immobilienkrise
Behörden schließen Hypothekenbank Indymac

Größte US-Bankenpleite seit 1984

Kunden stehen in Burbank (Kalifornien) vor einer verschlossenen Filiale der Bank IndyMac (Foto: REUTERS) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Vor verschlossener Tür: Kunden von IndyMac wurden mit einem Zettel über den Zusammenbruch der Bank informiert. ]
Die Immobilienkrise in den USA hat zur größten Bankenpleite im Land seit 1984 geführt. Die staatliche Bankenaufsichtsbehörde schloss die im kalifornischen Pasadena ansässige Hypotheken- und Bausparbank Indymac und übertrug sämtliche Bankgeschäfte mit sofortiger Wirkung an die staatliche Bundeseinlagensicherung (FDIC). Die FDIC richtete eine Telefon-Hotline für Kundenanfragen ein.

Die Aufsichtsbehörde erklärte, Indymac sei aufgrund einer Liquiditätskrise zusammengebrochen. Besorgte Anleger hätten aus Angst um die Solidität der Bank in den vergangenen elf Geschäftstagen mehr als 1.3 Milliarden Dollar (817 Mio Euro) abgehoben. Ende März verfügte Indymac über Einlagen von 19,06 Milliarden Dollar. Die Aktien von Indymac waren angesichts von hohen Verlusten des Unternehmens wegen der Immobilienkrise eingebrochen.

Fragen und Antworten:

Häuser in Chicago im US-Bundesstaat Illinois (Foto: picture-alliance/ dpa)
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Über die Einlagensicherung werden in den USA Guthaben bis zu 100.000 Dollar je Person abgedeckt. Die FDIC rechnet mit einer Belastung von vier bis acht Milliarden Dollar.

Sorge um weitere Banken

Die ausufernden Probleme der beiden größten amerikanischen Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac hatten am Freitag bei der US-Regierung bereits die Alarmglocken schrillen lassen. Die Regierung erwägt laut US-Medien, eines oder gar beide Institute unter staatlichen Schutz zu stellen. Die Aktien der beiden Gesellschaften hatten am Freitag ebenfalls dramatische Verluste erlitten.

Dossier:

Dossier

Senat will Hilfsprogramm

Zum Verkauf stehendes Haus in den USA (Foto: dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Mit neuen Hypotheken soll das Milliardenprogramm viele Hausbesitzer vor der Zwangsvollstreckung bewahren. ]
Zur Unterstützung Hunderttausender verschuldeter Hausbesitzer beschloss der US-Senat ein Hilfspaket mit einem Umfang von 300 Milliarden Dollar. Kern des Gesetzentwurfs, der nun zur weiteren Beratung an das Repräsentantenhaus geht, ist ein Milliardenfonds. Mit dessen Hilfe sollen die Immobilienkredite von rund 400.000 finanziell angeschlagenen Eigenheimbesitzern in festverzinsliche Hypotheken mit 30-jähriger Laufzeit umgewandelt werden. Präsident Bush hat jedoch mit seinem Veto gedroht, falls die Kosten für das Paket nicht gesenkt werden.

Stand: 12.07.2008 10:47 Uhr
 

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