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[Bildunterschrift: Mit neuen Hypotheken soll das Milliardenprogramm viele Hausbesitzer vor der Zwangsvollstreckung bewahren. ]
Zur Unterstützung Hunderttausender verschuldeter Hausbesitzer hat der US-Senat ein Hilfspaket mit einem Umfang von 300 Milliarden Dollar beschlossen. Kern des Gesetzentwurfs, der nun zur weiteren Beratung an das Repräsentantenhaus geht, ist ein Milliardenfonds. Mit dessen Hilfe sollen die Immobilienkredite von rund 400.000 finanziell angeschlagenen Eigenheimbesitzern in festverzinsliche Hypotheken mit 30-jähriger Laufzeit umgewandelt werden.
Dieses Umschuldungsmodell sieht vor, dass die Gläubiger-Banken einen Teil ihrer Kredite abschreiben, auf das kostspielige Verfahren der Zwangsvollstreckung verzichten und ihre Forderungen an die Wohnungsbaubehörde (FAA) abtreten. Über diese sollen dann die neuen Hypotheken für die Hausbesitzer abgewickelt werden. Die Immobilienkrise in den USA hatte die Krise an den internationalen Finanzmärkten ausgelöst.
[Bildunterschrift: US-Präsident Bush ist das Hilfsprogramm für die verschuldeten Hausbesitzer zu teuer. ]
Der Vorsitzende des Bankenausschusses im Senat, Christopher Dodd, zeigte sich optimistisch, dass sich beide Kongresskammern schon in wenigen Tagen auf einen gemeinsamen Entwurf für das geplante Hilfsprogramm einigen werden, um ihn dann US-Präsident George W. Bush vorzulegen. Aus der Regierung habe er nach anfänglichem Widerstand nur positive Reaktionen vernommen, sagte Dodd.
Auch die Präsidentin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, rechnet mit einer baldigen Einigung. "Die jüngsten Rekordzahlen an Zwangsvollstreckungen und die andauernde Instabilität des Häusermarktes unterstreichen die Dringlichkeit eines umfangreichen Gesetzes." Präsident Bush hat jedoch mit seinem Veto gedroht, falls die Kosten für das Paket nicht gesenkt werden.
Unterdessen brach eine weitere Hypotheken- und Bausparbank zusammen. Die kalifornische Hypotheken- und Bausparbank IndyMac wurde von den Aufsichtsbehörden geschlossen. Es handelt sich um den größten Banken-Crash in den USA seit dem Kollaps der Continental Illinois National Bank im Jahr 1984. Ende März verfügte IndyMac über Einlagen von 19,06 Milliarden Dollar.
Sämtliche Bankgeschäfte wurden mit sofortiger Wirkung an die staatliche Bundeseinlagensicherung (FDIC) übertragen. Die FDIC richtete eine Telefon-Hotline für Kundenanfragen ein. Über die Einlagensicherung werden Guthaben bis zu 100.000 Dollar je Person abgedeckt. Die FDIC rechnet mit einer Belastung von vier bis acht Milliarden Dollar.
Senator Charles Schumer hatte am 26. Juni vor einem drohenden Kollaps des Instituts gewarnt und die Aufsichtsbehörden aufgefordert, etwas zu unternehmen. Innerhalb von elf Tagen nach der Veröffentlichung von Schumers Brief hoben IndyMac-Kunden mehr als 1,3 Milliarden Dollar ab, was die Kassen der Bank weiter ausgedünnt hat. Der anhaltende Run von Kunden auf ihre Einlagen durchkreuzte jauch Notfallpläne des Vorstands und veranlasste die Bankenaufsicht zum Handeln.
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