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Der US-Internetkonzern AOL hat für 315 Millionen Dollar die Webzeitung "The Huffington Post" gekauft. Die Nachrichtenseite im Internet zählte zuletzt monatlich fast 25 Millionen Besucher. Die 2005 mit nur einer Million US-Dollar Startkapital gegründete "Huffington Post" gehört damit in den USA mittlerweile zu den am meisten besuchten Websites.
Die neue Mediengruppe komme zusammen auf 117 Millionen Webseiten-Besucher pro Monat in den USA und werde weltweit 270 Millionen Menschen erreichen, teilte AOL mit. Mit der Übernahme unterstreiche das Unternehmen seine Strategie, in großem Umfang qualitativ hochwertige Nachrichten, Analysen und Unterhaltung anzubieten.
Die neue The Huffington Post Media Group soll von "Huffington Post"-Mitgründerin Arianna Huffington geführt werden. In der neuen Gesellschaft sollen künftig sämtliche Inhalte von "Huffington Post" und AOL vereint sein. Arianna Huffington ist als Vorsitzende und Chefredakteurin vorgesehen. AOL-Chef Tim Armstrong sagte, durch den Kauf der "Huffington Post" werde eine US-Medienfirma der kommenden Generation geschaffen, die von globaler Reichweite sei.
Die Vorstände beider Unternehmen und die Aktionäre der "Huffington Post" hätten dem Geschäft bereits zugestimmt. Es soll spätestens im April abgeschlossen werden. Die "Huffington Post" ist zwar in Privatbesitz, die Transaktion muss aber noch von der US-Regierung abgesegnet werden.
Erst am Mittwoch vergangene Woche hatte das einstige Internet-Vorzeigeunternehmen AOL seine Zahlen für das vierte Quartal des vergangenen Jahres vorgelegt. Bei fallendem Umsatz wurde der Gewinn deutlich gesteigert: Von Oktober bis Dezember 2010 habe AOL 66,2 Millionen Dollar (48,2 Millionen Euro) verdient, teilte das Unternehmen mit. Im Vergleichszeitraum ein Jahr zuvor habe der Gewinn lediglich 1,4 Millionen Dollar (1 Million Euro) betragen.
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