Bad Bank

Verluste der verstaatlichten HRE Bund muss fast zehn Milliarden an "Bad Bank" zahlen

Stand: 03.07.2012 12:14 Uhr

Die "Bad Bank" der HRE hat in ihrem ersten vollen Geschäftsjahr Milliardenverluste geschrieben. Das Ergebnis vor Verlustausgleich der FMS Wertmanagement belief sich 2011 auf minus 9,97 Milliarden Euro teilte das Institut mit. Vom staatlichen Bankenrettungsfonds SoFFin - also letztlich vom Steuerzahler - würden 9,9 Milliarden Euro ausgeglichen. In die FMS sind die Altlasten der vom Staat geretteten Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) ausgelagert.

HRE-"Bad-Bank" kostet Steuerzahler fast zehn Milliarden Euro
tagesschau 20:00 Uhr, 03.07.2012, Christoph Arnowski, BR

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Griechenland-Engagement Hauptgrund für Verluste

Allein die Risikovorsorge aus dem Griechenland-Engagement der FMS belief sich den Angaben zufolge auf 8,9 Milliarden Euro. Insgesamt summierten sich die Wertberichtigungen und die Risikovorsorge auf 10,2 Milliarden Euro. Die Erträge aus Zins- und Provisionsergebnis beliefen sich auf 611 Millionen Euro. Für 2012 erwartet die FMS ein deutlich verbessertes Ergebnis. Dies hänge allerdings stark von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung ab.

Die FMS Wertmanagement wurde im Juli 2010 gegründet. Sie übernahm die Risikopapiere der Hypo Real Estate (HRE) im Nominalwert von fast 176 Milliarden Euro. Die verstaatlichte HRE schreibt inzwischen wieder schwarze Zahlen.

Die "Bad Bank" soll die Risikopapiere möglichst ohne Verluste wieder auf den Markt bringen, was sich aber im derzeitigen Umfeld schwierig gestaltet. Bislang ist das Portfolio um 8,5 Prozent auf 160,7 Milliarden Euro zum Jahresende 2011 reduziert worden.

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