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Hohe Abschreibung und schleppender PC-Verkauf

Hewlett-Packard verbucht Milliardenverlust

Druckerpatronen von HP
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Das traditionelle Geschäft läuft schlecht: Druckerpatronen von HP

Eine milliardenschwere Abschreibung, rückläufige PC-Verkäufe und hohe Kosten für den Konzernumbau haben beim weltgrößten Computerhersteller Hewlett-Packard zu tiefroten Zahlen geführt. Im abgelaufenen Geschäftsquartal verlor der Konzern unterm Strich 8,9 Milliarden Dollar (7,1 Mrd Euro). Im Vorjahreszeitraum hatte HP noch 1,9 Milliarden Dollar verdient.

Bei der Abschreibung handelt es sich um eine Wertberichtigung in Höhe von 10,8 Milliarden Dollar. Der Großteil steht in Zusammenhang mit dem Kauf der Outsourcing-Firma EDS. HP hatte das Unternehmen im Jahr 2008 für 13,9 Milliarden Dollar erworben.

HP hatte bereits vor dem Verlust gewarnt. "HP steckt noch immer ganz am Anfang einer Wende, die Jahre dauern wird", sagte Konzernchefin Meg Whitman. Das Unternehmen leidet darunter, dass immer mehr Kunden zu einem Tablet-Computer oder ihrem Smartphone greifen und sich den Kauf eines neuen PC sparen.

Langer Schlingerkurs

Meg Whitman
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Soll ihren Erfolg von Ebay bei HP wiederholen: Meg Whitman

Die Gründe für die Probleme speziell bei HP liegen allerdings tiefer: Querelen und konfuse Entscheidungen im Management haben die Kunden in den vergangenen Jahren irritiert. Der von SAP gekommene zwischenzeitliche Konzernchef Léo Apotheker wollte sich vom PC-Bereich trennen und stattdessen auf Software setzen. Die Aktie brach ein, Apotheker musste gehen. Whitman übernahm vor einem knappen Jahr den Spitzenjob und versucht nun, das Steuer herumzureißen.

Die Mitarbeiter sind die Leidtragenden des Niedergangs: 27.000 Leute müssen beim Umbau des Konzerns gehen. Das ist mehr als jeder zwölfte Beschäftigte weltweit.

Nur das Software-Geschäft erfreut das Management

Hewlett-Packard
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HP-Logo vor der Firmenzentrale in Palo Alto.

Der Umsatz fiel zuletzt um fünf Prozent auf 29,7 Milliarden Dollar. Besonders katastrophal sah die Lage bei den PC-Verkäufen an Privatkunden aus. Auch die Drucker - einst eine sichere Bank für HP - entwickelten sich zu Ladenhütern. Das Geschäft mit großen Firmenrechnern und Speichersystemen schrumpfte ebenso wie die früher florierende Dienstleistungssparte. Einzig das Software-Geschäft konnte zulegen.

Weltweit steht HP nach Daten der Marktforschungsfirma Gartner nur noch knapp an der Spitze der PC-Hersteller, dicht gefolgt vom chinesischen Aufsteiger Lenovo. In Deutschland hat der US-Konzern die Führungsposition bereits verloren und ist auf Rang drei hinter Acer und Lenovo zurückgefallen. Angesichts der schweren Lage nahm das Management die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr zurück. Börsianer hatten mit derartigen Hiobsbotschaften gerechnet: Nachbörslich stieg die Aktie sogar leicht.

Stand: 23.08.2012 00:46 Uhr

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