Bundesnetzagentur kappt Gebühren Handy-Telefonate könnten billiger werden

Stand: 16.11.2012 21:21 Uhr

Für Handynutzer in Deutschland könnte das mobile Telefonieren noch einmal günstiger werden. Die Bundesnetzagentur schrieb den Netzbetreibern vor, die sogenannten Durchleitungsentgelte zum 1. Dezember um fast die Hälfte zu senken. T-Mobile, Vodafone, E-Plus und Telefonica/O2 stellen sich die Gebühr gegenseitig für Anrufe aus dem jeweils fremden Netz in Rechnung.

Eine Frau telefoniert mit einem Handy | Bildquelle: ARD-aktuell
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Gut für Verbraucher: Mit der Entscheidung werden die Preise für Telefonate wohl noch einmal sinken.

Künftig dürfen sie nur noch 1,85 Cent je Minute berechnen - bisher sind es zwischen 3,36 und 3,39 Cent je Minute. Zum 1. Dezember 2013 wird der Betrag noch einmal gekappt, auf dann 1,79 Cent. Die Entgelte waren bereits in vorangegangenen Genehmigungsrunden kräftig gesenkt worden. Erstmals legte die Bundesnetzagentur aber ein einheitliches Entgelt fest.

Der Präsident der Behörde, Jochen Homann, begründete den Abschlag mit dem Siegeszug der Smartphones und dem wachsenden Anteil des Datenvolumens im Mobilfunk - dadurch entfalle ein immer geringer Anteil der Gesamtkosten des Mobilfunknetzes auf Telefonate.

Entscheidung noch vorläufig

Die Entscheidung der Aufsichtsbehörde gilt bislang nur vorläufig - Unternehmen, EU-Kommission und die Regulierungsbehörden der EU-Mitgliedsstaaten haben vier Wochen Zeit, zu der Entscheidung Stellung zu nehmen. Für die Mobilfunkbetreiber sind die Durchleitungsgebühren sichere Erlöse. Sie kritisierten die Entscheidung als falsches Signal mit Blick auf Investitionen in moderne Netze.

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