Li Keqiang und Angela Merkel | Bildquelle: AFP

Deutschland und China "Wir setzen auf offene Märkte"

Stand: 01.06.2017 14:40 Uhr

Während US-Präsident Trump mit "America-First" auf Protektionismus setzt, bekennen sich Deutschland und China zu freiem Handel und offenen Märkten. Auch im Ringen um Quoten für Elektroautos in China zeichnet sich eine Lösung ab.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang haben ein klares Bekenntnis zum freien Welthandel abgegeben.

"Wir setzen auf offene Märkte", sagte Merkel nach einem Treffen mit Li. Beide Staaten stünden angesichts der "Zeiten globaler Unsicherheiten" in der Verantwortung, ihre Partnerschaft auszubauen und sich für eine "regelbasierte" Weltordnung einzusetzen.

Deutschland kann sich auf China verlassen

Li betonte, Deutschland könne sich bei dem in wenigen Wochen in Hamburg anstehenden G20-Gipfel der führenden Industrie- und Schwellenländer auf die Unterstützung Chinas verlassen.

Der G20-Gipfel könne ein "Signal" für die Wahrung des Freihandels und für Investionserleichterungen im Rahmen der Globalisierung senden. Beide seien sich in der Einhaltung gemeinsam vereinbarter Regeln einig, sagte der chinesische Regierungschef.

Merkel und Li vereinbaren engere Zusammenarbeit bei globalen Themen
tagesschau 20:00 Uhr, 01.06.2017, Karin Dohr, ARD Berlin

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China kommt deutschen Autobauern entgegen

Chinas Ministerpräsident verwies darüber hinaus auf einen Kompromiss, den man mit den deutschen Automobilherstellern bei der Einführung von Quoten für Elektroautos in China gefunden habe. "Ich glaube, wir haben eine Lösung. Seien Sie versichert, die chinesische Regierung wird weiter daran arbeiten, dass vor allem in China hergestellte deutsche Autos gut verkauft werden", sagte er, ohne aber Details zu nennen.

Automesse Shanghai: Audi E-tron Sportback | Bildquelle: REUTERS
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Das Konzept e-tron Sportback von Audi. Vor allem dank großer SUVs, die in China sehr gefragt sind, verdienen die Oberklassehersteller Mercedes, BMW und Audi in der zweitgrößten Volkswirtschaft zurzeit gutes Geld.

China will ab 2018 Autokonzerne verpflichten, eine jährlich steigende Quote an Elektroautos zu verkaufen. Zugleich ist das Land für die deutschen Autobauer der wichtigste Einzelmarkt. Die Elektroauto-Quoten hatten bei den Konzernen Befürchtungen ausgelöst, nicht schnell genug mit neuen Modellen am Markt zu sein.

Neue Wirtschaftskooperationen

Mehrere deutsche Unternehmen vereinbarten im Rahmen der deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen in Berlin neue Kooperationen.

Der Autobauer Daimler verabredete mit seinem chinesischen Partnerunternehmen BAIC Investitionen in die Elektromobilität, wie aus Unterlagen der Bundesregierung hervorging. Demnach soll Geld in die Produktion neuer Elektroautos von Mercedes-Benz in ein gemeinsame Werk in Peking fließen.

Airbus will der Liste zufolge mit der chinesischen Entwicklungs- und Reformkommission stärker in der Zivilluftfahrt zusammenarbeiten. Die Kooperation umfasst die Entwicklung und Wartung von Flugzeugen sowie Fertigung und Wartung von Helikoptern.

Das chinesische Flugzeug C919 | Bildquelle: AFP
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Die C919 - der erste Mittelstreckenjet "Made in China"

Trump auf dem Weg in die Isolation

Li befindet sich derzeit auf einer zweitägigen Deutschlandreise, bevor er zum EU-China-Gipfel nach Brüssel reist. In den Gesprächen geht es um Wirtschafts- und Handelsfragen, die weltpolitische Lage und die Vorbereitung des Hamburger G20-Gipfels.

Den Beratungen kommt auch wegen der zuletzt zunehmend sichtbaren Differenzen mit der US-Regierung unter Donald Trump Bedeutung zu. China und die Europäer treten für freien Welthandel ein, während Trumps America-First-Ideologie protektionistische Tendenzen aufweist. Das hatte jüngst etwa auch beim G7-Gipfel in Italien für Spannungen gesorgt.

China und Deutschland eins bei Handel und Klima
C. Prössl, ARD Berlin
01.06.2017 18:02 Uhr

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 01. Juni 2017 um 12:00 Uhr in der Wirtschaft.

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