Ein Mann geht am Hauptsitz der Hamburger Sparkasse vorbei. | Bildquelle: picture-alliance/ dpa/dpaweb

Für Firmenkunden Negativzinsen bei der Hamburger Sparkasse

Stand: 08.02.2017 11:19 Uhr

Viele Banken tun es bereits, nun zieht Deutschlands größte Sparkasse nach: Die Haspa führt Negativzinsen für Firmenkunden ein. Die Politik der Europäischen Zentralbank habe diesen Schritt notwendig gemacht. Privatkunden sollen "so lange wie möglich" verschont bleiben.

Die Hamburger Sparkasse (Haspa) bereitet die Einführung von Negativzinsen vor. "Die auf Dauer angelegte Negativzinspolitik der Europäischen Zentralbank macht es auch für uns notwendig, für größere Guthaben von institutionellen Anlegern und Firmenkunden ein Verwahrentgelt zu nehmen", sagte Haspa-Sprecherin Stefanie von Carlsburg der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Negativzinsen für Privatkunden sollten aber "so lange wie möglich" vermieden werden.

Mit den Firmenkunden des Geldinstituts würden derzeit Gespräche geführt, sagte von Carlsburg. Der Zinssatz sei nicht starr festgelegt, sondern richte sich "auch nach dem individuellen Geschäftsumfang mit der Haspa".

Konto- und Kartengebühren steigen

Die Haspa ist laut einem Ranking des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands die größte Sparkasse Deutschlands, unter anderem nach Bilanzsumme und nach Kundeneinlagen. Vor ihr hatte schon eine Reihe anderer Banken negative Zinsen für Firmenkunden eingeführt. Aber auch Privatkunden bekommen die Schwierigkeiten der Geldhäuser zu spüren: Vielerorts steigen Konto- und Kartengebühren.

Der Leitzins der Europäischen Zentralbank, zu dem sich Banken Geld bei ihr leihen können, liegt seit März 2016 bei 0,0 Prozent. Wenn die Banken Geld bei der EZB parken, müssen sie Strafzinsen zahlen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 08. Februar 2017 u.a. um 12:30 und 15:30 Uhr in der Wirtschaft.

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