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Der deutsche Großhandel hat seine Preise im Juli so stark angehoben wie seit fast 27 Jahren nicht mehr. Sie stiegen nach Angaben des Statistischen Bundesamts um 9,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Das ist die höchste Teuerungsrate seit November 1981.
[Bildunterschrift: Die Serie von Rekordsteigerungen bei den Großhandelspreisen setzt sich fort. ]
Der drastische Anstieg der Großhandelspreise beschleunigte sich damit weiter. Im Juni hatte die Steigerungsrate 8,9 Prozent erreicht, im Mai 8,1 Prozent und in April 6,9 Prozent. 2007 waren die Großhandelspreise im Jahresdurchschnitt lediglich um 3,5 Proztent gestiegen. Die Preisentwicklung im Großhandel gilt als Indikator für die künftige Inflation, weil der Einzelhandel und andere Abnehmer einen Teil der steigenden Kosten in der Regel an ihre Kunden weitergeben.
Zur hohen Teuerungsrate im Großhandel trugen im Juli besonders feste Brennstoffe wie Kohle und Ölprodukte bei, die 30,8 Prozent mehr kosteten als ein Jahr zuvor. Für Erze, Eisen, Stahl und andere Metalle meldeten das Statistische Bundesamt einen Aufschlag von 15,7 Prozent. Für Getreide, Saaten und Futtermittel wurden 18,2 Prozent mehr verlangt. Bei Obst, Gemüse und Kartoffeln registrierten die Statistiker eine Preisanhebung um 13,3 Prozent. Milch, Milchprodukte, Eier, Speiseöle und Nahrungsfette kosteten 13,2 Prozent mehr.
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