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Der Wettbewerb auf dem Markt der Internet-Browser wird um einiges spannender. Der Suchmaschinen-Konzern bietet einen eigenen Browser namens "Chrome" an. Damit macht Google dem Microsoft Internet Explorer Konkurrenz, der seit den späten Neunziger Jahren den Browser-Markt dominiert. Damals setzte sich das Microsoft-Programm gegen den früher gestarteten Navigator von Netscape durch.
Link:Microsoft arbeitet derzeit an der Version 8 seines Browsers, der bereits in einer Beta-Version zum Testen heruntergeladen werden kann. Seit einiger Zeit muss sich Microsoft wieder zunehmender Konkurrenz alternativer Browser, allen voran des Mozilla Firefox, erwehren. Google unterstützt Mozilla finanziell. Für Chrome hätten die Google-Entwickler auf eine Vielzahl sogenannter "Open-Source"-Projekte wie Firefox zurückgegriffen, teilte der Konzern mit. Der Programmiercode für Chrome solle entsprechend ebenfalls frei zugänglich sein, so dass Entwickler das Produkt verbessern und ausbauen können.
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Google Chrome solle schneller Seiten mit Videos und anderen komplexen Anwendungen laden können, erklärte Google. Der Browser ist zunächst nur in einer Beta-Version für das Betriebssystem Windows erhältlich. An Versionen für Linux und Mac OS werde gearbeitet, heißt es in Googles Blog.
Damit tritt Google in einen in jüngster Zeit hart umkämpften Markt ein. Führend ist der Internet Explorer von Microsoft, der laut den amerikanischen Marktforschern von Net Application einen Anteil von 72,2 Prozent hat - nach mehr als 90 Prozent noch vor einigen Jahren. Auf Platz zwei folgt mit 19,7 Prozent das Open-Source-Programm Firefox. Ein starker Konkurrent ist auch Apples Browser Safari mit 6,4 Prozent.
Google ist derzeit die dominierende Kraft bei Werbung im Internet und bietet neben seiner Suchmaschine zahlreiche weitere Programme und Dienste an - von E-Mail über Bürosoftware bis hin zum virtuellen Globus Google Earth. In allen Bereichen konkurriert das Unternehmen mit dem Software-Hersteller Microsoft.
Dossier:
Microsoft hatte erst vor wenigen Tagen die zweite Testversion des neuen Explorers vorgestellt, der nach Einschätzung von Experten mit den aktuellen Ausgaben von Firefox und Safari mithalten kann. Einige Beobachter merkten dazu an, neue Datenschutz-Optionen im Internet Explorer könnten eventuell Google das Geschäft mit sogenannter Kontext-bezogener Werbung erschweren. Solche Anzeigen, die passend zum Beispiel zu Suchergebnissen eingeblendet werden, sind das Kerngeschäft des Internet-Konzerns. Der Google-Browser soll aber ähnliche Einstellungen ermöglichen, bei denen der Nutzer Daten für sich behalten kann. Der Chrome-Browser kommt außerdem pünktlich zum Erscheinen der ersten Handys mit dem von Google initiierten Betriebssystem Android. Die mobile Internetnutzung gilt als das nächste große Wachstumsfeld. Apple mischt hier mit seinem Browser Safari auf dem iPhone mit.
Stichwort Browser: Mit einem Browser kann der Nutzer Inhalte im Netz ansehen und durch das World Wide Web navigieren. Der Begriff stammt vom englischen Wort "browse" und bedeutet durchstöbern. Da immer mehr Unternehmen Software anbieten, die über den Browser zu bedienen ist, entwickelt sich diese Software zum Allzweckwerkzeug für den PC. Die Textverarbeitung von Google läuft beispielsweise im Browser übers Internet. Während Browser früher vor allem textlastige Seiten anzeigen mussten, sind sie mittlerweile multimediafähig und können dank Zusatzprogrammen wie Flash Animationen, Internet-Radio oder Videos anzeigen.
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