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Neue Vereinbarung für Googles Online-Bibliothek
Schutz des Urheberrechts

Neue Vereinbarung für Googles Online-Bibliothek

Eine Einigung im Streit um die Online-Bibliothek des Internetgiganten Google rückt näher. Der US-Konzern und der amerikanische Verleger- und Autorenverband haben nach langwierigen Gesprächen mit dem US-Justizministerium einen überarbeiteten Vergleich vorgelegt. Der Vorschlag muss noch gerichtlich genehmigt werden.

Google-Buchsuche (Foto: dpa) (Foto: picture-alliance/ ZB) [Bildunterschrift: Google-Buchsuche ]
Demnach sollen jetzt die Erlöse von Büchern, deren Rechteinhaber nicht mehr zu ermitteln sind, an einen unabhängigen Treuhänder gehen, wie aus einer veröffentlichten Gerichtsaktie hervorgeht. Zudem dürfe Google nur Bücher ins Netz stellen, die in den USA, Australien, Kanada und Großbritannien verlegt wurden. Damit müsste das Unternehmen dann beispielsweise mit deutschen Schriftstellern und Verlagen ein gesondertes Abkommen schließen.

Scharfe Kritik von allen Seiten

Mit dem neuen Vorschlag reagierte der Suchmaschinenanbieter auf die Kritik des US-Justizministeriums. Die Behörde befürchtete durch die vorherige Vereinbarung eine Gefährdung des Wettbewerbs- und Urheberrechts. Auch die Open Book Alliance von Google-Rivale Microsoft und dem Internet Archive hatte die Pläne kritisiert. Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte Mitte Oktober, dass sie es ablehne, "dass ohne jeden urheberrechtlichen Schutz die Bücher einfach eingescannt werden, wie dies von Google gemacht wird". Das Urheberrecht müsse auch im Internet seinen Platz finden.

Enttäuschung bei Google

In einem Blog-Eintrag schrieb Dan Clancy, der bei Google für das Projekt verantwortlich ist: "Wir sind enttäuscht, dass wir nicht den Zugang auf möglichst viele Bücher aus möglichst vielen Ländern ermöglichen können". Google wolle aber mit den Rechte-Inhabern aus aller Welt zusammenarbeiten, um der Vision von einem besseren Zugriff auf alle Bücher der Welt näher zu kommen.

Seit Jahren digitalisiert Google Bücher, die im Handel nicht mehr zu bekommen sind. Online sind bereits einige Millionen Werke verfügbar. Befürworter sagen, dass dadurch ein breiterer Zugang möglich sei. Die US-Autoren und Verlage hatten Google 2005 wegen Urheberrechtsverletzung verklagt. Bereits geeinigt haben sich die Verband und der Konzern dem Vernehmen nach darauf, dass Google gegen die Zahlung einer pauschalen Summe von 125 Millionen Dollar Bücher ins Internet stellen darf. Die Autoren erhalten einen Anspruch auf eine Beteiligung an den Einnahmen.

Stand: 14.11.2009 13:26 Uhr
 

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