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Entscheidung eines US-Gerichts Google darf Bücher weiter digitalisieren

Stand: 15.11.2013 09:39 Uhr

Im Streit über die Digitalisierung und Verbreitung von Millionen Büchern im Internet hat Google in den USA einen wichtigen juristischen Sieg errungen.

Ein Richter in New York bekräftigte das Recht des Suchmaschinenbetreibers, Bücher zu digitalisieren, wenn sie aktuell nicht über ein bestimmtes Copyright geschützt werden. Die Klage war von der US-Autorenvereinigung Authors Guild eingereicht worden. Nach der Entscheidung darf der Konzern weiterhin die digitalisierten Bücher im Internet durchsuchbar machen.

"Meiner Meinung nach hat Google Books erhebliche Vorteile für die Allgemeinheit", schrieb Richter Denny Chin in seiner Urteilsbegründung. Es beschleunige die Fortschritte in Kunst und Wissenschaft, während es gleichzeitig die Rechte von Autoren und anderen Kreativen berücksichtige.

Gericht: neue Einnahmequellen für Autoren und Verlage

Zugleich betonte der Richter, dass Google die eingescannten Bücher nicht verkaufe und nicht zum Lesen bereitstelle. Zum ersten Mal könnten Millionen Bücher auf einen Schlag durchsucht werden, schrieb Chin. Dies komme zum Beispiel Wissenschaftlern zugute.

Durch die Möglichkeit, dass sich die Werke auffinden ließen, öffneten sich für Autoren und Verlage neue Einnahmequellen. Alte Bücher würden vor dem Vergessen bewahrt.

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Seit 2004 scannt Google Bücher ein.

"Wir planen, die Entscheidung anzufechten"

In seiner Urteilsbegründung stützte sich Richter Denny Chin auf die im US-Recht gängige Norm des "fair use", der "angemessenen Verwendung". Google Books kopiere die Werke nicht, es habe etwas Neues erschaffen, indem es den "Text in Daten verwandelt zum Einsatz in der Forschung". Die Autorenvereinigung Authors Guild sprach davon, dass nur die "erste Runde" an Google gegangen sei. "Wir planen, die Entscheidung anzufechten", erklärte Geschäftsführer Paul Aiken.

Google hatte 2004 damit begonnen, Bücher in großen Bibliotheken einzuscannen und im Internet durchsuchbar zu machen. Dabei werden Ausschnitte, aber nicht das komplette Werk angezeigt. Inzwischen seien mehr als 20 Millionen Werke digitalisiert worden, heißt es in den Gerichtsunterlagen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 15. November 2013 um 12:44 Uhr.

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