Model Kitty Hawk | Bildquelle: dpa

Flugprojekt des Google-Gründers Das Taxi der Lüfte

Stand: 13.03.2018 12:53 Uhr

Kein Stau, keine roten Ampeln: Wenn es nach Google-Gründer Page geht, fliegen die Taxis der Zukunft autonom in der Luft. In Neuseeland präsentierte er eine erste Maschine. Der Kopf dahinter: ein Deutscher.

Eine von Google-Mitgründer Larry Page finanzierte Firma will in Neuseeland einen Flugdienst mit Lufttaxis aus eigener Entwicklung starten. Die kleinen elektrischen Maschinen für zwei Personen können senkrecht starten und dann wie ein Flugzeug fliegen. Nach einer Reihe von Geheimflügen auf der Südinsel des Pazifikstaats wurde der Prototyp in Wellington der Öffentlichkeit präsentiert.

Reichweite: 100 Kilometer

Die Maschine trägt den Namen Cora und soll autonom fliegen. Das Flugzeug hat zwölf Elektromotoren und soll mit einer Höchstgeschwindigkeit von 177 Kilometern pro Stunde bis zu 100 Kilometer weit fliegen können. Bislang waren nur Videos von einem Prototypen durchgesickert, der nichts mit der vorgestellten Maschine gemein hat.

Larry Page
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Google-Erfinder Larry Page gilt als Exot unter den Internet-Pionieren.

Das von Page privat finanzierte Flugprojekt wird von Sebastian Thrun geleitet - einem aus Deutschland stammenden Wissenschaftler, der einst Googles Roboterwagen-Programm mitbegründete.

Der Firmenname "Kitty Hawk" lehnt sich an die amerikanische Kleinstadt an der Küste North Carolinas an, wo die Brüder Wright Anfang des 20. Jahrhunderts ihre ersten motorisierten Flüge unternahmen. In Neuseeland ist die Firma unter dem Namen "Zephyr Airworks" aktiv.

Ambitionierter Zeitplan?

Der Chef von "Kitty Hawk", Fred Reid, äußerte sich optimistisch, dass in Neuseeland bald auch kommerzielle Flüge mit Cora möglich sind. Als Ziel nannte er einen Zeitraum von drei bis sechs Jahren.

Premierministerin Jacinda Ardern sagte der "New York Times", das Land wolle mit dem Projekt ein Zeichen setzen, dass seine Türen für Leute offen stünden, die großartige Ideen in die Wirklichkeit umsetzen wollten.

Weltweit sind bereits mehrere Lufttaxi-Dienste in Planung, unter anderem vom Fahrdienst-Vermittler Uber. Auch die Flugzeugbauer Airbus und Boeing arbeiten an eigenen kleinen Maschinen für solche Dienste.

Über dieses Thema berichtete der Kinderradio-Kanal des WDR " KiRaKa" am 13. März 2018 in den Nachrichten für Kinder zwischen 12:00 und 17:00 Uhr (jeweils zur vollen Stunde).

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