Google und Titan Aerospace | Bildquelle: dpa

Internet aus der Luft Google scheitert mit Drohnen-Idee

Stand: 12.01.2017 13:41 Uhr

Das Internet auch in entlegene Dörfer bringen - dieses Ziel rief Google vor drei Jahren aus. Jetzt wurde bekannt, dass der US-Konzern die Idee, Internetsignal über Drohnen zu verbreiten, bereits 2016 begrub. Stattdessen setzt man nun auf Ballons.

Google hat den Plan aufgegeben, große Drohnen zur Internet-Versorgung einzusetzen. Das "Titan" genannte Projekt sei Anfang des Jahres 2016 eingestellt worden, bestätigte Googles Mutterkonzern Alphabet gegenüber dem Branchenblog "9to5Google" und der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Damit zeigt sich, dass Google - übrigens ähnlich wie Facebook - die technische Komplexität der Thematik offensichtlich unterschätzt hat. Die beiden Großkonzerne haben sich schon vor Jahren zum Ziel gesetzt, das Internet auch in entlegene Weltregionen zu bringen. Und dies, davon sind sowohl Google als auch Facebook überzeugt, geht am einfachsten aus der Luft.

2014 kaufte Google darum den Drohnen-Entwickler Titan Aerospace - an dem damals auch Facebook interessiert war. Stattdessen erwarb Facebook kurz darauf eine andere Drohnen-Firma und entwickelte mit deren Hilfe die Drohne "Aquila". Diese allerdings wurde bei ihrem Erstflug im Sommer während der Landung schwer beschädigt. Trotzdem hält die Firma an dem Projekt fest.

Anders Google: Statt auf Drohnen setze man nun auf Ballons, teilte das Unternehmen fit. Das entsprechende Programm wird "Loon" genannt. Dabei handele es sich um ein schwebendes Netzwerk Tausender Hightech-Ballons.

Darstellung: