Gold | Bildquelle: dpa

Reserven der Bundesbank Das Gold ist da

Stand: 23.08.2017 15:47 Uhr

Die Bundesbank hat mit aktuell 3378 Tonnen nach der US-Notenbank Fed den zweitgrößten Goldschatz der Welt. Gut die Hälfte liegt nun in Tresoren in Frankfurt am Main, denn die Rückholung eines Teils der Goldreserven aus dem Ausland wurde früher abgeschlossen als geplant.

Drei Jahre vor Ablauf der gesetzten Frist ist es der Deutsche Bundesbank gelungen, einen Teil ihrer Goldreserven aus dem Ausland zurückzuholen. Nachdem im vergangenen Jahr bereits die Verlagerung von Goldreserven aus New York vorzeitig vollzogen worden sei, seien nun die noch verbliebenen rund 91 Tonnen Gold aus Paris nach Frankfurt am Main geholt worden. In Paris befinde sich somit kein Gold mehr. "Die vorzeitige Umsetzung ist aus meiner Sicht ein voller Erfolg", sagte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele.

Hintergrund der Rückholung sind Vorwürfe des Bundesrechnungshofs, wonach die Bestände im Ausland nicht regelmäßig überprüft würden. Die Notenbank hatte daraufhin 2013 das Ziel ausgegeben, bis spätestens Ende 2020 mindestens die Hälfte der deutschen Goldreserven von derzeit 3378 Tonnen in eigenen Tresoren im Inland aufzubewahren.

Nachdem die Goldbarren in Frankfurt eintrafen, wurden sie laut Bundesbank auf Echtheit, Feingehalt und Gewicht geprüft. Es habe es keine Beanstandungen gegeben.

Weitere Bestände noch in New York und London

Nun befinden sich 50,6 Prozent der Goldreserven in den Tresoren der Bundesbank in der Finanzmetropole am Main, 36,6 Prozent bei der US-Notenbank in New York und 12,8 Prozent bei der Bank of England in London. Der Wert der Barren entspricht aktuell 120 Milliarden Euro.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 23. August 2017 um 10:38 Uhr.

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