Goldbarren bei einem Händler in München | Bildquelle: dpa

Edelmetall als Anlage auf Rekordhoch Der Goldschatz der Deutschen

Stand: 13.11.2016 10:58 Uhr

Als Barren, Münzen oder Schmuck - Gold ist als Anlage bei den Deutschen hoch im Kurs. Eine repräsentative Umfrage ergab: Privatleute besitzen so viel Gold wie noch nie. 6,4 Prozent des weltweiten Goldbestandes sind in deutschem Besitz.

In Zeiten von Niedrigzinsen setzen die Deutschen immer mehr auf Gold. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage. Die Berliner Steinbeis-Hochschule hatte im Auftrag der Reisebank 2000 volljährige Bundesbürger befragt. Das Ergebnis: Ein Milliardenschatz befindet sich im Besitz deutscher Privatleute.

In Zahlen sind das 8672 Tonnen Edelmetall - ein Rekordwert. Mehr als die Hälfte (4705 Tonnen) davon sind in Barren und Münzen angelegt. Knapp 4000 Tonnen sind in Form von Schmuck im Besitz der Deutschen. Drei Viertel der erwachsenen Bundesbürger besitzen Gold. Rechnet man das pro Kopf, so hätte jeder von ihnen 69 Gramm Gold. Dabei gibt es durchaus größere regionale Unterschiede. Die Menschen in Süddeutschland kommen auf 85 Gramm pro Person, in Ostdeutschland besitzt jeder Anleger durchschnittlich 45 Gramm.

Wenn man auch noch die Goldreserven der Bundesbank - 3381 Tonnen Ende 2015 - hinzu rechnet, sind 6,4 Prozent der weltweiten Goldreserven in deutschem Besitz. Würde man die gesamten 12 053 Tonnen auf einem Haufen sammeln, ergäbe sich ein Würfel mit einer Kantenlänge von 8,50 Meter. Und der Goldschatz könnte noch weiter wachsen. Rund 78 Prozent der Goldbesitzer wollen ihre Bestände weiter aufstocken, gut jeder Vierte plant dies schon in naher Zukunft.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 14. November 2016 um 12:41 Uhr in der Wirtschaft.

Darstellung: