Einsatz beim Confederations Cup im Sommer Deutsche Torlinientechnik bekommt FIFA-Zuschlag

Stand: 02.04.2013 18:22 Uhr

Tor oder nicht? Umstrittene Szene bei der Fußball-WM 2010. | Bildquelle: dpa
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Tor oder nicht? Umstrittene Szene bei der Fußball-WM 2010.

Die FIFA hat der deutschen Firma GoalControl überraschend den Zuschlag für die neue Torlinientechnologie beim Confederations Cup 2013 erteilt. Der Fußball-Weltverband vergab den Auftrag für das Turnier in Brasilien an das Unternehmen aus dem nordrhein-westfälischen Würselen.

GoalControl hatte erst Anfang März als letzter von vier Anwärtern die FIFA-Lizenz erhalten und galt deswegen als Außenseiter. Die drei Mitbewerber aus England, Erlangen und Ismaning gingen leer aus.

Confederations Cup im Sommer als Test

Sollte das System von GoalControl in diesem Sommer den FIFA-Anforderungen entsprechen, soll es auch bei der WM im kommenden Jahr zum Einsatz kommen.

GoalControl beruht auf einer dreidimensionalen Kontrolle des Balls durch 14 Kameras, die auf beide Tore gerichtet sind. Überquert der Ball die Torlinie, geht ein Signal an den Schiedsrichter.

Regeländerung macht Einsatz von Technik möglich

Die Regelhüter des International Football Association Board IFAB hatten mit ihrer Entscheidung zu einer Statutenänderung im Juli 2012 den Weg für die Torlinientechnik frei gemacht. Zuvor war jahrelang über die Zulassung debattiert worden.

FIFA-Präsident Joseph Blatter legte sich erst nach der krassen Fehlentscheidung bei der WM 2010 fest, als England ein reguläres Tor durch Frank Lampard beim 1:4 im Viertelfinale gegen Deutschland nicht zugesprochen bekam. Außerhalb der FIFA-Wettbewerbe werden bisher keine technischen Hilfsmittel verwendet. Die UEFA setzt auf zwei Torlinien-Assistenten. In der Bundesliga könnte ein System erst in der Saison 2015/16 an eingeführt werden.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 02. April 2013 um 20:00 Uhr.

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