Ein Bauer besprüht sein Feld.  | Bildquelle: dpa

Umstrittenes Unkrautvernichtungsmittel EU verschärft Auflagen für Glyphosat

Stand: 11.07.2016 19:31 Uhr

Für das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat gelten in Europa künftig schärfere Auflagen. Ein Expertenausschuss der 28 EU-Länder billigte entsprechende Vorschläge der EU-Kommission. Auf Spielplätzen oder in Parks darf es nur noch eingeschränkt eingesetzt werden.

Von Kai Küstner, ARD-Studio Brüssel

Die Bedingungen, unter denen der umstrittene Unkraut-Vernichter Glyphosat versprüht werden darf, werden künftig verschärft: Unter anderem soll der Wirkstoff in öffentlichen Parks oder auf Spielplätzen nur noch eingeschränkt zum Einsatz kommen. Auch soll strenger geprüft werden, ob Glyphosat in jedem Einzelfall wirklich kurz vor der Ernte auf Feldern verwendet werden muss.

Deutschland enthielt sich bei Abstimmung

Die EU-Kommission in Brüssel hatte all dies vorgeschlagen - nun haben auch die Einzelstaaten den Plänen ihren Segen gegeben. Deutschland enthielt sich bei der Abstimmung darüber. Genau wie schon zuvor bei der Entscheidung, ob die Zulassung des Pflanzenschutzmittels in Europa verlängert werden sollte.

Nur noch 18 Monate zugelassen

Da die EU-Hauptstädte sich nicht einigen konnten - weder auf ein Verbot, noch auf eine Verlängerung - entschied die Kommission am Ende selbst: Glyphosat darf weiter auf europäischen Äckern verwendet werden. Allerdings muss bereits in eineinhalb Jahren erneut ein Beschluss her. Die Zulassung gilt nur für 18 Monate. Bis dahin soll die Europäische Chemikalien-Agentur möglichst die alles entscheidende Streitfrage geklärt haben: ob Glyphosat nun krebserregend ist oder nicht.

Strengere Auflagen für Glyphosat
K. Küstner, ARD Brüssel
12.07.2016 04:17 Uhr

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Dieser Beitrag lief am 11. Juli 2016 um 23:35 Uhr im Deutschlandfunk.

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