GfK-Konsumklimaindex: Verbraucher investieren, statt zu sparen

GfK-Konsumklimaindex

Lieber investieren als sparen

Neubau in Straubing (Niederbayern) (Bildquelle: picture-alliance/ dpa)
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Beliebter als Bankzinsen: der Bau oder Erwerb einer Immobilie

Die Kauflaune der deutschen Verbraucher ist auch angesichts der Eurokrise und der schwächelnden Konjunktur weiter stabil. Der Konsumklimaindex, den das Marktforschungsunternehmen GfK regelmäßig veröffentlicht, steigerte sich auf 5,9 Punkte. Im vergangenen Monat lag der Wert bei 5,8 Punkten.

"Angesichts der Krise zeichnet sich ein zufriedenstellendes Konsumjahr 2012 ab", heißt es in dem Bericht. Die GfK bestätigte zudem ihre Prognose, wonach der private Konsum in diesem Jahr real um etwa ein Prozent steigt. Damit werde der Konsum seiner ihm zugedachten Rolle als verlässliche Stütze der Konjunktur auch weiter gerecht, so die Marktforscher.

Sparneigung geht zurück

Auf hohem Niveau blieb unverändert die Bereitschaft, größere Anschaffungen zu tätigen. Dies hängt auch mit der weiter gesunkenen Sparneigung der Deutschen zusammen. Gleichzeitig gingen die Erwartungen an das eigene Einkommen erneut spürbar zurück. Leicht steigende Arbeitslosenzahlen und teures Benzin hätten dazu beigetragen. Um der dadurch angekurbelten Inflation und damit der Entwertung ihres Geldes zu entgehen, steckten die Menschen ihr Geld weiterhin tendenziell eher in Immobilien oder Autos, als es für niedrige Zinsen auf die Bank zu tragen.

Konjunkturerwartung steigt wieder

Nach drei Monaten mit sinkenden Konjunkturerwartungen sei jedoch die Angst der Verbraucher vor einem Abgleiten der deutschen Wirtschaft in die Rezession nicht weiter gewachsen, so die Marktforscher. Stattdessen hätten sich die Konjunkturerwartungen auf einem niedrigen Niveau stabilisiert. Für Oktober prognostizierte das GfK ebenfalls einen Wert von 5,9 Zählern. Wie es mit den Erwartungen an das Wirtschaftswachstum allerdings weitergehe, sei derzeit nicht abzuschätzen.

Für ihren monatlichen Konsumklima-Index befragt die GfK nach eigenen Angaben regelmäßig etwa 2000 Verbraucher.

Stand: 25.09.2012 09:17 Uhr

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